Er wollte ein Auto in eine Bushaltestelle lenken

Palästinenser bei mutmaßlichem Anschlagsversuch erschossen

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Forensiker untersuchen den Tatort in Ramallah.

Ramallah - Nach einem mutmaßlichen Anschlagsversuch im Westjordanland ist ein palästinensischer Autofahrer von israelischen Soldaten erschossen worden.

Bei dem Versuch des Mannes, seinen Wagen am Mittwoch östlich von Ramallah in eine Bushaltestelle zu lenken, wurde nach Angaben des Militärs niemand sonst verletzt. Ein im Internet aufgetauchtes Video zeigt, wie ein demoliertes Auto vor Metallbarrieren steht, die zum Schutz von Wartenden an der Haltestelle installiert worden waren.

Nach Militärangaben wurde auf dem Beifahrersitz des Autos ein Messer gefunden. Laut dem palästinensischen Gesundheitsministerium handelt es sich bei dem Fahrer um den 24 Jahre alten Bewohner eines nahe gelegenen Flüchtlingslagers. Sein Cousin war vor einem Jahr von israelischen Soldaten bei einem Messerangriff in einer Siedlung im Westjordanland erschossen worden.

Seit Oktober 2015 sind bei - zumeist mithilfe von Fahrzeugen und Stichwaffen verübten - Anschlägen über 40 Israelis getötet worden. Mehr als 270 Palästinenser kamen in dem Zeitraum ums Leben, die meisten davon wurden bei ihren eigenen Attacken erschossen.

dpa

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