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Palin: Erst Gott, dann die Familie und dann die USA

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Sarah Palin.

Washington - Die US-Politikerin Sarah Palin will sich nicht um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bewerben.

 Das erklärte Palin am Mittwoch in einer Stellungnahme. Darin hieß es, sie und ihr Ehemann Todd wollten sich in dieser Reihenfolge Gott, der Familie und dem Land widmen. Palin war 2008 die republikanische Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin. Sie deutete mehrfach an, sie könne sich eine Kandidatur 2012 vorstellen.

Sarah Palin: Kandidiert sie 2012 gegen Obama?

Sarah Palin: Kandidiert sie 2012 gegen Obama?

Die Ikone der rechtspopulistischen Tea-Party- Bewegung in den USA, Sarah Palin, spielt anscheinend immer stärker mit dem Gedanken einer Präsidentschafts-Kandidatur 2012. © dpa
“Wenn es keinen anderen gibt, der es tut, dann denke ich, dass wir es tun sollten“, sagte sie in einem Interview der US-Fernsehsendung “Entertainment Tonight“. © dpa
Sollte es aber einen Bewerber geben, “der den Job kann“, hätte er ihre volle Unterstützung, sagte die frühere republikanische Kandidatin für das Vizepräsidentenamt bei der Wahl 2008 (Archivbild). © dpa
Die ehemalige Gouverneurin von Alaska sagte zu einer möglichen Entscheidung, ins Rennen um das Weiße Haus einzusteigen: “Das würde einschließen, dass ich mit meiner Familie darüber diskutiere, dass ich mir die Lage des Landes genau anschaue (...), ob es schon Kandidaten gibt, die den Job machen können“, sagte sie. © dpa
“Oder ob es niemanden gibt, der es machen will, der harte Entscheidungen trifft, der sich nicht darum kümmert, was Kritiker sagen werden, der einfach dem folgt, was ich als die Prioritäten ansehe.“ © dpa
Der Architekt der politischen Siege des früheren Präsidenten George W. Bush, Karl Rove (rechts), meldete sich mit erheblichen Zweifeln an der Wählbarkeit Palins zu Wort. © dpa
“Das amerikanische Volk hat hohe Standards (was die Präsidentschaft angeht) und es verlangt ein gewisses Maß an Gesetztheit“, sagte er in einem Interview der britischen Zeitung “Daily Telegraph“. © dpa
Rove weiter: “Sie möchten einen Kandidaten anschauen und sagen: “Dieser Kandidat tut Dinge, die mich darauf vertrauen lassen, dass sie den anstrengendsten Job der Welt können.“ © dpa
Als Kandidatin für das Vizepräsidentenamt sei Palin “hervorragend“ gewesen, meinte Rove weiter, der inzwischen in den USA als konservativer Kommentator von sich Rede macht. © dpa
Allerdings könnte eine Bewerbung um die Präsidentschaft mehr Arbeit bedeuten, als Palin zu leisten imstande wäre. © dpa
“Es ist Blut, Schweiß und Tränen, es wird ein hartes Stück Arbeit.“ © dpa
Rove bezweifelte zudem, dass der Auftritt der Ex- Gouverneurin in ihrer eigenen Reality-Show einer Bewerbung nützt. © dpa
Er sei sich nicht sicher, wie die Amerikaner sich Sarah Palin mit dieser Show besser im Oval Office vorstellen könnten. © dpa
Als Vize-Kandidatin von John McCain war die auf dem internationalen Parkett völlig unerfahrene Palin häufig belächelt worden. © dpa
Wiederholt trat sie bei Interviews ins Fettnäpfchen und beschränkte sich schließlich auf vorbereitete Reden, denn da kann man kaum Fehler machen. © dpa
Nach ihrem Rücktritt vom Gouverneursposten nur wenige Monate nach der Präsidentschaftswahl-Schlappe rätselten viele, was dieser Knall-auf-Fall-Schritt sollte. © dpa
Palin machte es dann rasch klar. Schon im Wahlkampf hatte sie damit begonnen, ihre Schwächen in ein erzkonservatives Anti- Establishment-Rebellentum umzumünzen, sich als Politikerin zu präsentieren, die dem Volk aufs Maul schaut, dem “kleinen Mann“ aus der Seele spricht. © dpa
Dieses Image hat sie seitdem gezielt kultiviert und perfektioniert. Das Foto zeigt ihr Bestseller-Buch "Going Rogue. An American Life". © dpa
Die heute 46-jährige Palin wurde eine begehrte Rednerin © dpa
Im Zuge der erbitterten Debatte um die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama wurde sie schließlich zum Sprachrohr der Unzufriedenen und Frustrierten im Land. © dpa
Im Kongresswahlkampf ist sie zu einer der sichtbarsten republikanischen Führungspersönlichkeiten geworden - und das ohne einen Posten. © dpa
Seitdem wurde immer stärker über Sarah Palins politische Absichten spekuliert. © dpa
Dass sie überaus ehrgeizig ist, daran besteht kein Zweifel, und auch nicht an ihrer rhetorischen Fähigkeit. Ihre Reden sind frech und spitzig, wenn auch praktisch nur ein Aneinanderreihen von Slogans ohne jede Details - aber mehr wird von ihr jedenfalls derzeit auch nicht verlangt. © dpa

dapd

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