FDP-Chef Lindner steigt auf

Politiker-Ranking: Schulz rutscht ab, Merkel legt zu

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Angela Merkel hat drei Monate vor der Wahl gut lachen. Foto: Natacha Pisarenko

Der Abstieg von Martin Schulz in der Beliebtheitsskala geht weiter, Angela Merkel bleibt an der Spitze. Aufhorchen lässt das Comeback einer bereits totgesagten Partei.

Berlin (dpa) - SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz verliert in der Gunst der Bürger gegenüber Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an Boden. Im Politiker-Ranking von Forsa im Auftrag des "stern" ist Schulz nur noch auf Platz fünf.

Merkel liegt mit 68 von 100 möglichen Vertrauenspunkten weiterhin an der Spitze. Dahinter folgen mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (62 Punkte) sowie Bundesinnenminister Thomas de Maizière (52 Punkte) zwei weitere Unionspolitiker. Außenminister Sigmar Gabriel liegt mit 52 Punkten ebenfalls vor seinem SPD-Kollegen Schulz.

Im Vergleich zur vergangenen Befragung im April, in der Schulz noch auf dem dritten Rang lag, hat er fünf Vertrauenspunkte verloren. Die Kanzlerin konnte indes zwei Punkte zulegen. Stark dazugewonnen haben FDP-Chef Christian Lindner, der um 7 auf 49 Punkte zugelegt hat und auf Platz sechs liegt, sowie die Spitzenkandidatin der Linken, Sahra Wagenknecht. Sie hat 5 Punkte gewonnen und liegt mit 39 Punkten auf Platz zehn. Bei dem Ranking können die befragten Bürger ausgewählten Politikern Wertungen zwischen 0 (kein Vertrauen) und 100 (sehr großes Vertrauen) geben. Daraus werden Durchschnittswerte errechnet.

Laut aktuellen Umfragen liegen CDU/CSU weiter klar vor der SPD. Im Wahltrend von "stern" und RTL erreicht die Union 38 Prozent. Die SPD kommt auf 24 Prozent. Die FDP liegt in der Umfrage bei 9 Prozent. Grüne und Linke stagnieren bei 8 Prozent, die AfD bei 7 Prozent.

Ein ähnliches Bild ergab der INSA Meinungstrend für die "Bild"-Zeitung am Dienstag. CDU/CSU kamen auf 37,5 Prozent, die SPD auf 23,5 Prozent. Die FDP erreichte 9 Prozent. Linke und AfD lagen in dieser Umfrage bei 11 bzw. 9 Prozent, die Grünen bei 6,5 Prozent. Die große Koalition könnte demnach im Moment nur von einem sogenannten Jamaika-Bündnis aus Union, FDP und Grünen abgelöst werden.

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