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Netzwerk "zu großen Teilen" zerschlagen

Polizei: Immenser Fortschritt nach Manchester-Anschlag

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Mit Blumen, Kerzen und Luftballons wird an die Opfer des Terroranschlags gedacht.

Bei dem Versuch der Polizei in Großbritannien, das islamistische Netzwerk des Selbstmordattentäters von Manchester aufzuklären, hat sie nach eigenen Angaben einen „immensen Fortschritt“ gemacht.

Manchester - Das islamistische Netzwerk hinter dem Anschlag von Manchester ist nach Angaben der Polizei "zu großen Teilen" zerschlagen. Bei den Ermittlungen gebe es "riesige" Fortschritte, sagte der Sprecher der Anti-Terror-Polizei, Mark Rowley, am Freitag in London. 

Einige "Schlüsselfiguren" des terroristischen Netzwerks seien bereits festgenommen worden, sagte Rowley am Freitag. Es könnten aber noch weitere Festnahmen folgen. Weiterhin werde "wichtigen" Fährten nachgegangen. 

Die Polizei habe auch die Sicherheit von 1300 bevorstehenden Veranstaltungen in Großbritannien in diesen Tagen überprüft. Die Menschen sollten sich nicht von ihren Freizeitplänen am Wochenende abbringen lassen. „Genießt es!“, sagte Rowley.

Acht Verdächtige in Polizeigewahrsam

Die Polizei nahm am Morgen einen weiteren Verdächtigen im Stadtteil Moss Side von Manchester fest, wie die Behörde auf Twitter mitteilte. Zudem durchsuchten die Beamten zwei weitere Häuser in Moss Side und bei St. Helens westlich von Manchester. Demnach sind derzeit in Großbritannien nach dem Anschlag mit 22 Toten acht Verdächtige im Alter zwischen 18 und 38 Jahren in Polizeigewahrsam. In Libyen wurden außerdem der Vater und ein Bruder des 22-jährigen Selbstmordattentäters festgenommen, bei dem es sich um einen Briten libyscher Abstammung handelte.

Nach einer Aussprache mit ihren US-Kollegen nahmen die britischen Beamten den Informationsaustausch wieder auf. Das sagte Rowley. Die Briten hätten "neue Zusagen" erhalten, dass den US-Behörden vertrauliches Material anvertraut werden könne.

Das Vertrauen zwischen den Partnern war getrübt, nachdem US-Behörden amerikanischen Medien britische Ermittlungsergebnisse zugespielt hatten, die aus Fahndungsgründen noch geheim gehalten werden sollten. Die britische Regierung vermutet, dass US-Geheimdienstquellen forensische Aufnahmen vom Tatort an die "New York Times" weitergegeben und damit die Ermittlungen in Gefahr gebracht haben. US-Medien hatten auch als erste den Namen des Attentäters publiziert.

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Terrorhort Libyen

Sechs Jahre nach dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi könnte das Chaos in Libyen kaum größer sein. Mittlerweile streiten in dem nordafrikanischen Staat drei Regierungen um die Macht - darunter eine international anerkannte, deren Einfluss jedoch kaum über die Hauptstadt Tripolis hinausreicht. Zahlreiche rivalisierende Milizen machen sich Konkurrenz, wenn nötig mit Gewalt. Dieses Chaos bietet Extremisten ausreichend Freiräume, um sich auszubreiten. So kontrollierte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zwischenzeitlich ein rund 300 Kilometer langes Gebiet am Mittelmeer.

dpa

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