„Verheerende Botschaft“

Polizeigewerkschaft kritisiert Frauen-Schutzzone bei Berliner Silvesterparty

Polizeigewerkschaft kritisiert Frauen-Schutzzone bei Berliner Silvesterparty
+
Die Silvesterparty 2016 am Brandenburger Tor

Bei der Berliner Silvesterparty am Brandenburger Tor soll es eine Schutzzone für Frauen geben. Polizei-Vertreter sehen das als „das Ende von Selbstbestimmtheit“.

Berlin - Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat die Schaffung einer speziellen Schutzzone für Frauen bei Deutschlands größter Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin kritisiert. Die Einrichtung einer solchen Zone sende "eine verheerende Botschaft", sagte der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt der Neuen Osnabrücker Zeitung vom Samstag. "Damit sagt man, dass es Zonen der Sicherheit und Zonen der Unsicherheit gibt". Das sei "das Ende von Gleichberechtigung, Freizügigkeit und Selbstbestimmtheit".

„Women‘s Safety Area“

Die Berliner Polizei hatte mitgeteilt, in diesem Jahr auf der Festmeile am Brandenburger Tor erstmals eine "Women's Safety Area" einzurichten. Dorthin sollen sich Frauen wenden können, die Opfer eines Sexualdeliktes werden oder sich belästigt fühlen.

In der Silvesternacht 2015/2016 hatten überwiegend aus dem nordafrikanischen Raum stammende Täter am und im Kölner Hauptbahnhof massive sexuelle Übergriffe auf Frauen sowie Diebstahlsdelikte verübt. Die Polizei konnte den Großteil der Taten damals nicht unterbinden und den Opfern nicht helfen. Die Übergriffe lösten eine bundesweite Debatte über den Umgang mit straffälligen Flüchtlingen aus.

In Köln ist für Silvester 2017 eine „erweiterte Schutzzone“ geplant. Rund 1.400 Polizisten sollen dort im Einsatz sein.

AFP

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Sie haben aber die Möglichkeit uns Ihre Meinung über das Kontaktformular zu senden.

Die Redaktion