Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Taliban-Herrschaft

Protest in Kabul gegen Schulausschluss von Mädchen

Einschränkung der Frauenrechte in Afghanistan
+
Frauen halten bei einer Demonstration Transparente und Schilder hoch, während sie gegen die Einschränkung der Frauenrechte durch die militant-islamistischen Taliban protestieren.

In Afghanistan gehen Dutzende Frauen am Wochenende aus Protest gegen den Schulausschluss von Mädchen auf die Straße. Die Taliban-Regierung schränkt unterdessen das öffentliche Leben weiter ein.

Kabul - Mehrere Dutzend Menschen haben in Kabul gegen die Entscheidung der militant-islamistischen Taliban protestiert, Mädchen den Besuch weiterführender Schulen in Afghanistan zu verwehren.

Videomaterial örtlicher Medien zeigte, wie am Samstag einige Dutzend Frauen und Mädchen ihr Recht einforderten, zur Schule zu gehen und arbeiten zu können.

Die Taliban hatten entgegen ihrer Zusage mitgeteilt, dass Schülerinnen ab der 7. Klasse die Teilnahme am Unterricht bis auf Weiteres untersagt bleibt. Die Demonstration gegen den Schulausschluss endete laut Organisatorenangaben friedlich. Bei früheren Protesten hatten die Taliban Teilnehmer und Journalisten eingeschüchtert und schikaniert.

Öffentliches Leben weiter eingeschränkt

Mit weiteren Anordnungen schränkten die Islamisten in dieser Woche das öffentliche Leben in dem Land noch mehr ein: So dürfen Afghaninnen künftig ohne einen männlichen Begleiter nicht mehr fliegen. Die Taliban wiesen Fluglinien im Land an, an Frauen ohne Begleiter keine Tickets mehr zu verkaufen, wie aus einem Dokument hervorging, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Zudem dürfen in der Hauptstadt Kabul und Umgebung Freizeitparks nur noch nach Geschlecht getrennt besucht werden: von Frauen sonntags bis dienstags, von Männern mittwochs bis samstags. Das gab das Ministerium für die Förderung der Tugend und Verhinderung des Lasters am Sonntag bekannt.

Seit ihrer Rückkehr an die Macht Mitte August 2021 haben die Taliban immer strengere Vorschriften für das öffentliche Leben erlassen. So sollen Frauen ohne männliche Begleitperson nicht weiter als 45 Meilen (etwa 72 Kilometer) reisen dürfen. Frauen können in vielen Fällen nicht mehr zurück an ihre Arbeitsplätze. Während der ersten Herrschaft der Taliban von 1996 bis 2001 waren Frauen und Mädchen praktisch vollständig von Bildung und Arbeit außerhalb ihres Hauses ausgeschlossen. Westliche Länder machen eine Anerkennung der Taliban-Regierung unter anderem von Fortschritten bei Frauenrechten abhängig. dpa

Kommentare