Anklage: Islamistische Motive

Prozess wegen Anschlags auf Sikh-Gebetshaus begonnen

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Bei einer Explosion in dem Sikh-Gebetshaus in Essen wurden drei Menschen verletzt, davon einer schwer. Foto: Marcel Kusch

Essen (dpa) - Acht Monate nach einem Bombenanschlag auf ein Gebetshaus der indischen Sikh-Religion in Essen hat der Prozess gegen drei Jugendliche begonnen. Die zur Tatzeit 16 Jahre alten Angeklagten sollen das Attentat mit einer selbstgebauten Bombe aus islamistischen Motiven begangen haben.

Laut Anklage hatten sie die Sikhs als Ungläubige betrachtet. Drei Menschen waren bei dem Anschlag verletzt worden, einer von ihnen schwer.

Eine Jugendkammer des Landgerichts Essen verhandelt den Fall wegen des jugendlichen Alters der mutmaßlichen Täter unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Anklage wertet die Tat als versuchten Mord. Zwei der jungen Männer sind mittlerweile 17 Jahre alt. Die drei muslimischen Jugendlichen, die alle in Deutschland geboren wurden, kommen aus Gelsenkirchen, Essen und Schermbeck im Kreis Wesel.

Der Prozess begann mit einer mehr als dreistündigen Verspätung, weil eine Justizvollzugsanstalt einen Angeklagten nicht rechtzeitig auf den Weg nach Essen gebracht hatte.

Mitteilung des Landgerichts zum Prozess

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