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800 Beamte im Einsatz

Große Razzia gegen Islamisten-Szene in Berlin und Brandenburg - auch SEK beteiligt

Am Morgen durchsuchten über 800 Einsatzkräfte mehrere Wohnungen im Rahmen einer Razzia. Der Berliner Innensenator hatte eine radikal-islamistische Vereinigung verboten.

Update vom 25. Februar, 9.58 Uhr: In einer Pressekonferenz am Morgen erläuterte der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) sein Verbot der Vereinigung Jama‘atu Berlin alias Tauhid Berlin. Gegen die Gruppe fand am Donnerstag eine Razzia statt (siehe Erstmeldung). Demnach lehnt die Personengruppe zentrale Pfeiler des Grundgesetztes ab, etwa den Rechtsstaat oder das Demokratieprinzip. Die Männer und Frauen würden für die Ansichten des Islamischen Staates (IS) werben und Terroranschläge befürworten. Tauhid Berlin sei „eindeutig antisemitisch“.

Mit dem Verbot soll „diese gefährliche Jihad-salafistische Bewegung bereits im Keim erstickt werden“, erklärte der Innensenator. Das Verbote gehe auf Erkenntnisse des Berliner Verfassungsschutzes zurück, die die Gruppe schon seit etwa zwei Jahren genau beobachtet.

Insgesamt seien 26 Objekte durchsucht worden, zwei davon in Brandenburg. Man wollte Vereinsvermögen sicherstellen und Beweismittel suchen. 850 Einsatzkräfte, zum Teil des Spezialeinsatzkommandos seien vor Ort gewesen. „Der Vollzug des Verbots ist kein Spaziergang für die Behörden“, sagte Innenstaatssekretär Torsten Akmann. Die Behörden hätten mit schwerem Widerstand der „gewaltaffinen Personen“ gerechnet. Es soll vereinzelt zu Widerstand und leichten Verletzungen gekommen sein, Festnahmen waren am Morgen nicht bekannt. 19 Personen seien von der Verbotsverfügung betroffen, darunter auch zwei als Gefährder eingestufte Personen. Etwa zur Hälfte sind in der Gruppe Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit, aufenthaltsrechtliche Maßnahmen gegen Betroffene der anderen Hälfte werden geprüft, hieß es.

Razzia gegen Jihad-salafistische Vereinigung: Mehrere hundert Polizisten im Einsatz

Erstmeldung vom 25. Februar, 7.17 Uhr: Berlin - Wieder eine Groß-Razzia in Berlin und Brandenburg am Morgen: Wie die Senatsverwaltung für Inneres und Sport auf Twitter schreibt, verbietet sie die Jihad-salafistische Vereinigung Jama‘atu Berlin alias Tauhid Berlin, eine radikal-islamistische Vereinigung. Die Polizei Berlin, die Polizei Brandenburg und die Bundespolizei Berlin sind demnach im Einsatz. Um 9 Uhr soll es dazu eine Pressekonferenz geben.

Wie dpa meldet, durchsuchte die Polizei am frühen Donnerstagmorgen zahlreiche Wohnungen von Mitgliedern. 800 Polizisten waren im Einsatz, wie ein Sprecher sagte. Durchsuchungen gab es unter anderem im Märkischen Viertel in Reinickendorf, in Moabit und in Neukölln. Beteiligt waren auch Spezialeinsatzkommandos (SEK). Ziel der Durchsuchungen sei es, Beweise zu finden, so der Sprecher. Über Festnahmen war zunächst nichts bekannt.

Razzia in Berlin und Brandenburg: Großeinsatz gegen radikal-islamistische Vereinigung

Der Verein betrieb nach ersten Informationen keine eigene Moschee. Die Mitglieder trafen sich wohl in privaten Räumen. Von dem Trend, dass sich radikale Salafisten zunehmend nicht mehr in Moscheen, sondern in privaten Wohnungen treffen würden, hatte der Berliner Verfassungsschutz bereits vor einiger Zeit berichtet. Der Tagesspiegel schreibt, die Mitglieder der kleinen Gruppe würden sich aus der bereits früher geschlossenen Fussilet-Moschee kennen, in der auch Anis Amri, der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt im Jahr 2016, verkehrte.

Schon vor genau einer Woche kam es ebenfalls zu einer großen Razzia in Berlin und Brandenburg: Damals ging es um Clankriminalität, es gab Festnahmen. (dpa/cibo)

Rubriklistenbild: © Paul Zinken/dpa

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