Unter der Überschrift „Juden unter uns!“

Rechtsextreme posten auf Facebook Karte mit jüdischen Orten

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Eine rechtsextremistische Gruppe hat zum Jahrestag der Progromnach die Adressen jüdischer Einrichtungen auf Facebook veröffentlicht - darunter sind Synagogen, Restaurants und Kindergärten.

Eine rechtsextremistische Gruppe hat zum Jahrestag der Pogromnacht vom 9. November 1938 die Adressen jüdischer Einrichtungen in Berlin auf Facebook gepostet. Unter der Überschrift „Juden unter uns!“ in Frakturschrift und der Anmerkung „„Heut' ist so ein schöner Tag!“ werden auf einem Stadtplan 70 Adressen aufgezählt - von Synagogen und Kindergärten bis zu koscheren Restaurants. Die Polizei prüfe mit der Staatsanwaltschaft, ob die Seite strafrechtlich relevant ist, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ (Donnerstag) berichtet.

Jüdisches Forum fordert sofortige Löschung

Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus sprach von einem Aufruf zu Straftaten gegen jüdische Menschen und Einrichtungen. Die Staatsorgane sollten sich mit den Betreibern auseinandersetzen, Facebook sollte den Beitrag umgehend löschen.

Beratungsstelle stieß auf Facebook-Beitrag

Der Facebook-Post war am Mittwoch von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismums (MBR) gefunden worden. Die Beratungsstelle beobachtet die rechtsextremistische Szene und wird vom Berliner Senat gefördert. „Die Strafverfolgungsbehörden müssen diese Bedrohungen ernst nehmen“, sagte MBR-Projektleiterin Bianca Klose. Die Autoren der Seite, die „Freien Kräfte Berlin-Neukölln (FKBN)“ seien der MBR seit 2010 bekannt. Das Kürzel „FKBN“ diene Rechtsextremen aus dem Stadtdtteil Neukölln als Label für Aktivitäten, bei denen sie anonym bleiben wollten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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