Nach Urteil

Rechtsextreme „Oldschool Society“-Führung geht in Revision

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Der wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung und Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags auf ein Flüchtlingsheim in Sachsen Angeklagte Andreas H. (l-r), Anwalt Michael Rosenthal, Anwalt Alexander Hübner, die Angeklagte Denise Vanessa G., Anwalt Hans-Dieter Stoffer und der Angeklagte Olaf O.

München - Die Führungsriege der rechtsextremen „Oldschool Society“ will nach dem Urteil des Oberlandesgerichts München in Revision gehen. Die Angeklagten erwartet eine Haftstrafe.

Nach dem Urteil gegen die Führungsriege der rechtsextremen „Oldschool Society“ hat neben zwei Angeklagten auch die Bundesanwaltschaft Revision eingelegt. Das sagte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts München (OLG) auf Anfrage.

Das OLG hatte die Angeklagten Mitte März wegen Gründung einer terroristischen Vereinigung sowie Mitgliedschaft in dieser Gruppierung zu Haftstrafen zwischen drei und fünf Jahren verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts wollten die drei Männer und eine Frau Anschläge auf Asylbewerberunterkünfte verüben. Dabei hätten sie auch den Tod von Menschen billigend in Kauf genommen.

Die Anwälte der beiden als Rädelsführer verurteilten Männer, Andreas H. aus Augsburg und Markus W. aus Sachsen, hatten direkt nach dem Urteil Rechtsmittel angekündigt. Der Vertreter der Bundesanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Jörn Hauschild, hatte sich hingegen zunächst zurückhaltend geäußert.

dpa

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