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Rotes Kreuz: 44 Migranten in der Sahara verdurstet

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Schlepper bringen seit Jahren Migranten von Agadez nach Dirkou. Foto: Ali Abdou/Archiv

Niamey (dpa) - Bei der Durchquerung der Wüste Sahara in Richtung Mittelmeer sind im Niger nach Angaben des örtlichen Roten Kreuzes 44 Migranten verdurstet.

Der Laster der Schlepper blieb auf der Route von Agadez nach Dirkou liegen, nur sechs Menschen konnten sich zu Fuß bis zur nächsten Wasserquelle durchschlagen, wie am Donnerstag der Leiter des Roten Kreuzes der Region Bilma, Lawal Taher, erklärte. Zwei der Überlebenden führten Retter demnach zum Unglücksort, an dem die Leichen gefunden wurden, darunter 17 Frauen und sechs Kinder.

Die Opfer sollen vor allem Migranten aus den westafrikanischen Staaten Ghana und Nigeria sein. Viele Migranten überleben den schwierigen Weg durch die Sahara und dann durch Libyen hin zum Mittelmeer nicht. Die meisten Todesfälle im weitgehend unbewohnten Sahara-Gebiet werden jedoch nie bekannt. Im vergangenen Jahr machten sich der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zufolge rund 330.000 Migranten vom Niger aus auf den Weg Richtung Mittelmeer.

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