Gesetzesverschärfung

Rücksichtslosen Rasern soll künftig Gefängnis drohen

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Trümmer nach einem illegalen Autorennen: Die Strafen sollen verschärft werden. Foto: Britta Pedersen/Archiv

Irrwitzige Wettfahrten in Städten richten immer wieder schwere Unfälle an. Jetzt kommt eine Gesetzesverschärfung auf den Weg.

Berlin (dpa) - Zur stärkeren Abschreckung soll Rasern bei lebensgefährlichen illegalen Autorennen künftig Gefängnis drohen. Wer sie veranstaltet oder daran teilnimmt, soll mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden - und mit bis zu zehn Jahren, wenn dabei jemand schwer verletzt oder getötet wird.

Darauf verständigten sich die Fachpolitiker von Union und SPD auf Basis eines Bundesrats-Vorstoßes. Zuerst berichtete die "Nordwest-Zeitung" darüber. Bisher stehen auf Renn-Teilnahmen 400 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot.

Angestrebt wird, die Verschärfungen noch bis zur Bundestagswahl im Herbst zu verabschieden. Voraussichtlich an diesem Donnerstag sollen die Pläne ins Parlament eingebracht werden. Ergänzend sollen generell auch Rasern bis zu zwei Jahre Haft drohen, die das erlaubte Tempo "erheblich, grob verkehrswidrig und rücksichtlos" überschreiten.

Der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Johannes Fechner, sagte, illegale Rennen sollten endlich strafbar werden, auch wenn glücklicherweise niemand verletzt werde. Es handele sich um "eine massive Gefährdung unschuldiger Verkehrsteilnehmer".

Unions-Verkehrsexperte Ulrich Lange (CSU) sagte, wer Menschenleben gefährde, "zum Beispiel um sein idiotisches Tun im Internet zur Schau zu stellen, handelt so verwerflich wie derjenige, der Menschenleben gefährdet, weil er sich mit anderen ein Rennen liefert".

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