US-Präsident ließ ihn fallen

Russland-Affäre: Ex-Trump-Berater will aussagen - unter einer Bedingung

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Hat Michael Flynn brisante Informationen über die Verbindungen zwischen Moskau und Trump im Wahlkampf?

Washington - Wird es jetzt eng für US-Präsident Donald Trump? Michael Flynn, sein ehemaliger Berater für die nationale Sicherheit, ist bereit in der Russland-Affäre auszusagen.

Der im Zuge einer Affäre um seine Russland-Kontakte zurückgetretene Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Michael Flynn, will einem Pressebericht zufolge gegen Zusicherung von Straffreiheit aussagen. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mehrere mit dem Fall betraute Politiker berichtete, unterbreitete Flynn über seinen Anwalt der US-Bundespolizei FBI und zwei Untersuchungsausschüssen im Kongress ein entsprechendes Angebot. Eine Reaktion darauf habe es bislang nicht gegeben, schreibt die Zeitung in ihrer Internetausgabe weiter.

Es sei "nicht klar", über was genau Flynn reden wolle, zitierte die Zeitung eine ihrer Quellen; die Bitte des Ex-Generals um Immunität sei aber "rechtlich gewagt". Flynn habe „eine Geschichte zu erzählen, und er will sie sehr gern erzählen, sofern es die Umstände erlauben“, sagte Kelner am Donnerstag. „Kein vernünftiger Mensch, der rechtlich beraten wird, würde sich in einem solch stark politisierten Hexenjagd-Umfeld befragen lassen ohne eine Absicherung gegen unfaire Strafverfolgung“, ergänzte er.

Möglicherweise könnte Flynn unangenehme Details ausplaudern, ob und inwieweit Trump-Mitarbeiter und Kreml-Offizielle im US-Wahlkampf zusammengearbeitet - und damit den Ausgang der Wahl beeinflusst haben.

Verdacht illegaler Absprachen zwischen Trump und Putin-Mitarbeitern

Flynn musste nach nur dreieinhalb Wochen von seinem Posten als Sicherheitsberater im Weißen Haus zurücktreten. Es war herausgekommen, dass er vor Amtsantritt mit dem russischen Botschafter über die gegen das Land verhängten US-Sanktionen gesprochen hatte. Diesen Gesprächsinhalt hatte Flynn verschwiegen. Entlarvt wurden seine Falschangaben durch Mitschnitte des FBI, das routinemäßig den Botschafter abhört.

Der 58-Jährige stand schon zuvor wegen seiner engen Russland-Kontakte im Zwielicht. Er trat im staatsfinanzierten russischen Sender RT auf und saß bei einem Galadiner in Moskau neben Präsident Wladimir Putin. Die Teilnahme an der Gala ließ er sich fürstlich mit 33.000 Dollar bezahlen, wie Mitte März herauskam.

Dem Verdacht illegaler Absprachen zwischen Trump-Mitarbeitern und Moskau gehen die Geheimdienstausschüsse von Repräsentantenhaus und Senat nach. Auch das FBI ermittelt deswegen. Schon Anfang März hatte ein ehemaliger NSA-Agent behauptet, dass es genug Erkenntnisse gibt, um Trumps Regierung zu beenden. Falls das FBI und der Untersuchungsausschuss Flynn die Immunität gewährt, könnten die ersten überraschenden Erkenntnisse ans Licht kommen.

AFP/dpa

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