Insel-Streit

Russland und Japan streben Wirtschaftskooperation an

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Putin (l) und Abe (r) applaudieren, während sich ihre Außenminister Lawrow und Kishida die Hände reichen. Foto: Alexander Zemlianichenko

Tokio (dpa) - Japan und Russland wollen im Streit um eine Inselgruppe im Pazifik Gespräche über eine wirtschaftliche Kooperation in dem Gebiet aufnehmen. Darauf einigten sich Russlands Präsident Wladimir Putin und Japans Regierungschef Shinzo Abe bei einem Treffen in Japan.

Einen Durchbruch in dem jahrzehntelangen Territorialkonflikt erzielten sie nicht. Die Inseln zwischen der russischen Halbinsel Kamtschatka und der nördlichsten japanischen Hauptinsel Hokkaido fielen nach dem Zweiten Weltkrieg an die Sowjetunion. Tokio erhebt Anspruch auf den Südteil der Inselgruppe, Moskau weist das zurück.

Die Gespräche über gemeinsame wirtschaftliche Aktivitäten auf den Inseln sollen losgelöst von der Frage der Hoheit über die Inseln erfolgen, hieß es. Der Streit verhindert bis heute den Abschluss eines Friedensvertrages. Der Konflikt sei nicht bald zu lösen, sagte Putin. Doch die angestrebte Wirtschaftskooperation werde die Verhandlungen beschleunigen. Beide Seiten sprachen von einem möglichen "wichtigen Schritt" hin zu einem solchen Friedensvertrag. Putin war am Vortag zu zweitägigen Gesprächen nach Japan gekommen.

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