Gegen Assads Armee?

In Syrien: Russland wirft USA Stationierung von Raketen vor

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Russland hat den USA vorgeworfen, in Syrien Raketen stationiert zu haben, die gegen die Armee von Machthaber Baschar al-Assad eingesetzt werden könnten.

Moskau - Die Stationierung jeglicher Art ausländischer Waffen auf syrischem Gebiet müsse von der Regierung des "souveränen Staates" genehmigt werden, kritisierte das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag. Das Pentagon bestätigte die Verlegung von Raketenwerfersystemen nach Syrien.

Moskau zufolge verlegte die US-geführte Militärkoalition zwei Raketenwerfersysteme des Typs Himars (High Mobility Artillery Rocket System) auf den Stützpunkt Al-Tanaf der US-Spezialkräfte nahe der Grenze zum Irak und zu Jordanien. Nahe der jordanischen Grenze habe die US-geführte Koalition "wiederholt" Truppen der syrischen Armee angegriffen, die dort gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) kämpften.

Was sind die wahren Ziele der USA in Syrien?

Es sei "nicht schwer, sich vorzustellen, dass solche Angriffe fortgesetzt werden könnten, aber dieses Mal mit Hilfe des Himars-Systems", erklärte das Moskauer Verteidigungsministerium. Es stelle sich die Frage, was die "wahren Ziele" der USA in Syrien seien und gegen wen das US-Militär kämpfe.

Das US-Verteidigungsministerium bestätigte die Verlegung von Himars-Raketenwerfern nach Al-Tanaf. Angaben darüber, wie viele der Waffensysteme dort stationiert wurden, machte das Pentagon nicht. Die auf Fahrzeugen installierten Raketenwerfer können je nach Typ GPS-gesteuerte Raketen mit Reichweiten von 70 bis zu 300 Kilometern abfeuern.

In Al-Tanaf bildet die US-geführte Koalition syrische Einheiten für den Kampf gegen den IS aus. Im Umkreis von 55 Kilometern hat die Koalition eine Schutzzone eingerichtet. Jedes Eindringen fremder Einheiten in diese Zone wertet die Koalition als Bedrohung.

Die Spannungen nehmen zu

Erst in der vergangenen Woche hatte die US-geführte Militärkoalition in der Region regierungstreue Einheiten bombardiert. Der Luftangriff habe einer Gruppe von "mehr als 60 Soldaten" gegolten, die "eine Bedrohung" für die Koalitionstruppen in al-Tanaf gewesen seien, teilte das Bündnis in Washington mit.

In jüngster Zeit haben die Spannungen rund um al-Tanaf zugenommen. Hintergrund ist der Konflikt darum, wer den Kampf gegen die IS-Dschihadisten im Osten Syriens anführt. Assad will verhindern, dass die USA hierbei an Einfluss gewinnen.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

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