Interview mit der New York Times

Warum er Merkels Hand nicht wollte: Das sagt Donald Trump über Donald Trump

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Wieso Donald Trump die Hand von Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht schütteln wollte, erklärt der US-Präsident selbst. 

Die öffentlichen Auftritte des US-Präsidenten sorgen immer wieder für ratlose Gesichter. In einem Interview mit drei Journalisten der New York Times spricht Trump über sein Verhalten. 

New York - US-Präsident Donald Trump hat sich in einem Interview der New York Times zu Ereignissen und Konflikten seiner Amtszeit geäußert. So sagte er unter anderem, er hätte Jeff Sessions nicht zum Justizminister gemacht, wenn er gewusst hätte, dass dieser sich aus den Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI zu mutmaßlichen Russlandkontakten seines Wahlkampfteams heraushalten würde.

Hier Auszüge aus dem am Mittwoch veröffentlichten Gespräch, das drei Reporter der Zeitung mit Trump im Oval Office des Weißen Hauses in Washington geführt hatten:

1. Das sagt Trump zu seiner Rede in Polen:

„Meine Feinde in den Medien, meine Feinde sagen, es sei die größte Rede überhaupt eines (US-)Präsidenten auf ausländischem Boden gewesen.“

Hier finden Sie Hintergründe zu Trumps Auftritt und Rede in Polens Hauptstadt Warschau.

2. Was Trump über Frankreichs Präsident Emmanuel Macron denkt:

„Er ist ein klasse Typ. Klug. Stark. Und er liebt es, meine Hand zu halten.“

3. Warum Trump die Hand von Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht schütteln wollte:

„Ich habe eine sehr gute Beziehung zu Merkel. Wissen Sie, was mit ihr passierte? Ich sitze also auf dem Stuhl. Wir saßen dort zwei Stunden. Also war es nicht so wie, ,Nett, Sie zu sehen‘. Dann kommt die Presse herein. Und ich vermute, jemand rief ,Schüttel' ihre Hand, schüttel' ihre Hand!‘ Ich habe das nicht einmal gehört. Also habe ich ihre Hand nicht geschüttelt, weil ich mit ihr da schon so lange gewesen war. Ich war mit ihr eine lange Zeit zusammen. Also schüttelte ich nicht ihre Hand - am nächsten Tag (heißt es dann, Anm. d. Red.): ,Trump verweigerte Handschlag...‘“.

4. Über den Besuch mit Macron am Grab Napoleons sagt Trump:

„Also, Napoleon hatte ein etwas mieses Ende.(...) Und eines seiner Probleme war, dass er in jener Nacht nicht nach Russland ging, weil er Freizeitaktivitäten nachhing, und sie erfroren. Wie oft wurde Russland vom Wetter gerettet? (...) Dasselbe passierte Hitler. Wenn auch nicht aus demselben Grund. Hitler wollte etwas festigen. Er war drauf und dran, hineinzugehen. Doch er wollte etwas festigen. Aber (die Temperaturen, Anm. d. Red.) fielen auf 35 Grad unter Null, und das war das Ende jener Armee.

Doch die Russen haben großartige Kämpfer in der Kälte. Sie nutzen die Kälte zu ihrem Vorteil. Ich meine, sie haben fünf Kriege gewonnen, in denen die Armeen, die gegen sie antreten wollten, erfroren. Das ist ziemlich erstaunlich.“

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5. Trump zu seinem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am G20-Gipfel:

„Melania (Trumps Frau, Anm. d. Red.) saß auf der anderen Seite des Tisches, am anderen Ende, weit weg. Sie saß neben Putin und jemand anderem, den ich nicht kannte. Sie saß neben Putin. (...) Das Abendessen nahm seinen Lauf und als der Nachtisch anstand, ging ich 'rüber und begrüßte Melania, und während ich dort war, sagte ich auch 'hallo' zu Putin. Wirklich, das waren mehr Nettigkeiten als sonst etwas. Es gab kein langes Gespräch, aber es können so 15 Minuten gewesen sein. (Wir haben) einfach nur über Dinge gesprochen. Tatsächlich war es sehr interessant, wir sprachen über Adoption.“

Gab es ein zweites Treffen mit Putin?

6. Trump zur Entlassung des früheren FBI-Chefs James Comey:

„Es ist ok. Ich habe Kopfschmerzen, das ist, warum ich Kopfschmerzen habe... Aber wissen Sie was, ich glaube, ich habe (mit der Entlassung, Anm. d. Red.) etwas Großes für das amerikanische Volk getan.“

7. Das sagt Trump zur Entscheidung von Justizminister Jeff Sessions:

Wegen Befangenheit hat sich dieser aus den Ermittlungen um mutmaßliche Russlandkontakte von Trumps Wahlkampfteam herausgehalten.

Jeff Sessions nimmt den Job an, tritt den Job an, zieht sich wegen Befangenheit zurück, was offen gesagt sehr unfair gegenüber dem Präsidenten ist. Wie kann man einen Job annehmen und sich dann wegen Befangenheit zurückziehen? Wenn er das schon vorher getan hätte, hätte ich ihm gesagt: ,Danke Jeff, aber ich kann nicht, ich werde Dich nicht nehmen.‘ Es ist extrem unfair, und das ist noch ein mildes Wort, gegenüber dem Präsidenten.“

dpa/ch

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