Von Kamera überführt

38-jähriger Franzose gibt Schändung von De-Gaulle-Grab zu

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Das Grab von Charles De Gaulle: Hier soll ein 38-Jähriger gewütet haben.

Die Schändung des Grabs des früheren französischen Präsidenten Charles De Gaulle ist aufgeklärt. Ein 38-jähriger gesteht die Tat, nachdem er überführt wurde.

Chaumont - Ein 38 Jahre alter Mann hat zugegeben, im betrunkenen Zustand das Grab des ehemaligen französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle in Ostfrankreich geschändet zu haben. „Einen solchen Vorfall hat es seit dem Tod De Gaulles bisher nicht gegeben“, sagte der verantwortliche Staatsanwalt Frédéric Nahon aus Chaumont am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Der Verdächtige war vergangenen Samstag in Colombey-les-deux-Églises auf das Grab gestiegen und brach mit zwei Tritten das etwa eineinhalb Meter hohe Kreuz ab. Der Weltkriegsheld De Gaulle (1890 bis 1970) wird bis heute von vielen Franzosen verehrt. Der Fall sorgte für großes Aufsehen.

Auch Lebensgefährtin festgenommen

Der mutmaßliche Täter stamme aus Südwestfrankreich, habe aber über seine 32-jährige Lebensgefährtin Bindungen in die Region, berichtete der Staatsanwalt. Beide waren am Dienstag in einem Ort zwischen Chaumont und Colombey festgenommen worden. Ein klares Motiv des Mannes sei nicht zu erkennen.

Der Festgenommene habe im Verhör zugegeben, "völlig betrunken" gewesen zu sein, teilte Nahon mit. Der Mann habe sein Bedauern geäußert, könne sich aber nicht mehr an viel erinnern.  Er soll bereits an diesem Freitag vor Gericht gestellt werden. Die Auswertung von Bildern einer Überwachungskamera hatte auf die Spur des Täters geführt. Die Frau war nicht auf dem Friedhof.

Jedes Jahr pilgern rund 100.000 Menschen zu dem Grab. De Gaulle führte im Zweiten Weltkrieg den französischen Widerstand gegen die deutschen Besatzer. Er gründete 1958 die Fünfte Republik, deren Präsident er dann wurde. Er war Staatschef bis 1969, starb ein Jahr später.

dpa, afp

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