Abgleich mit Fahndungsdatei

Schärfere Grenzkontrollen: Keine Schlangen an Flughäfen

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Beamte der Bundespolizei kontrollieren die Dokumente von Reisenden, die gerade ihr Flugzeug über die Gangway verlassen haben. Foto: Marius Becker/Archiv

Frankfurt/Main (dpa) - Die seit heute geltenden verschärften Grenzkontrollen haben an größeren Flughäfen bislang zu keinen längeren Wartezeiten geführt.

"Wir erwarten auch keine größeren Schlangen", sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen. Es sei nicht mehr Personal nötig, die Kontrollen erfolgten elektronisch. Ähnliches berichteten auch der Flughafen Köln und die für den Düsseldorfer Airport zuständige Bundespolizei.

Heute traten Änderungen des sogenannten Schengener Grenzkodex in Kraft. Fortan müssen personenbezogene Daten und die Nummer des Reisedokuments aller Menschen beim Überschreiten einer Außengrenze des Schengen-Raumes an Flug- und Seehäfen mit einer Fahndungsdatei abgeglichen werden. Das betrifft also auch EU-Bürger, die bislang nicht kontrolliert werden mussten.

Eine Sprecherin des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam sagte: "Das muss jetzt erstmal anlaufen." In den kommenden Tagen werde sich dann zeigen, ob es zu Verzögerungen bei Kontrollen komme.

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