Neue Regelung im Weißen Haus

Aus für die Transparenz: Trump hält Besucherlisten unter Verschluss

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Donald Trump auf dem Weg zum Weißen Haus

Washington - Bisher konnten die US-Amerikaner einsehen, mit welchen Lobbyisten und anderen Besuchern ihr Präsident spricht. Donald Trump beendet diese Transparenz nun.

US-Präsident Donald Trump macht das Weiße Haus weniger transparent. Die unter Vorgänger Barack Obama begonnene Veröffentlichung des Besucherverkehrs im Weißen Haus wird nicht fortgeführt, wie US-Medien am Freitag berichteten. Zur Begründung führte die Regierung an, dass die bisherige regelmäßige Publikation dieser Listen "schwere nationale Sicherheitsrisiken" mit sich bringe und gegen den Schutz der Privatsphäre verstoße. 

Während der Amtszeit Obamas ließ sich mit Hilfe eines Suchformulars einsehen, welche Abgeordneten, Senatoren, Lobbyisten, Botschafter und sonstige Besucher des Präsidenten oder seiner Mitarbeiter im Weißen Haus ein und aus gingen. Nur in wenigen Ausnahmefällen - etwa bei rein privaten Besuchen bei der Präsidentenfamilie oder aus Gründen der nationalen Sicherheit - wurden die Namen nicht ins Netz gestellt. 

Neue Direktive: Veröffentlichung frühestens fünf Jahre nach Ende der Amtszeit

Die vom Secret Service, der für den Schutz des Präsidenten zuständigen Sicherheitsbehörde, erstellten Listen wurde von Medien und Nichtregierungsorganisationen intensiv für ihre Recherchen genutzt. Obama hatte im Jahr 2009 damit begonnen, diese Listen öffentlich zu machen. Dies geschah allerdings nicht aus eigener Initiative, sondern im Rahmen einer Vereinbarung mit einer Bürgerrechtsorganisation, die auf die Veröffentlichung der Besuchernamen geklagt hatte. 

Bereits seit Antritt der Trump-Regierung im Januar waren die Listen dann nicht mehr zugänglich. Wie das Magazin Time und die Zeitung Washington Post jetzt berichteten, sollen laut einer Direktive des neuen Präsidenten die Besucherlisten nun erst frühestens fünf Jahre nach Trumps Ausscheiden aus dem Amt wieder zugänglich gemacht werden.

Eine Klage läuft bereits 

Eine Gruppe von Bürgerrechtsorganisationen hat die neue Regierung allerdings bereits auf die Publikation der Listen verklagt. Die Kläger wollen nicht nur die Besucherliste des Weißen Hauses, sondern auch von Trumps Privatdomizil Mar-a-Lago konsultieren. Trump hält sich regelmäßig in dem Privatclub im Bundesstaat Florida auf und erledigt dort auch einen Teil seiner Regierungsangelegenheiten.

AFP

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