Trotz Referendum 

Schottland will nach dem Brexit im EU-Binnenmarkt bleiben

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Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon will die Interessen Schottlands schützen. 

Edinburgh - Die schottische Regierung will im EU-Binnenmarkt bleiben, selbst wenn die britische Regierung sich während der Verhandlungen über den EU-Austritt dagegen entscheiden sollte.

Der Plan enthalte Vorschläge, das Regionalparlament in Edinburgh mit zusätzlichen Befugnissen auszustatten, um schottische Interessen zu schützen, sagte Regierungschefin Nicola Sturgeon bei der Vorstellung am Dienstag.

Der Verbleib im Binnenmarkt sei die beste Option für Schottland und ganz Großbritannien, hieß es in dem Papier. Der Binnenmarkt garantiert die Freiheit des Warenverkehrs, der Arbeitskräfte, der Dienstleistungen und des Kapital- und Zahlungsverkehrs. 51,9 Prozent der Briten stimmten bei dem Referendum im Juni für den Austritt aus der EU, doch in Schottland hatten 62 Prozent gegen den Brexit gestimmt.

Die Vorschläge seien als Kompromiss für die Regierung in London gedacht, fügte Sturgeon hinzu. „Ich hoffe und erwarte, dass die Regierung des Vereinigten Königreiches unsere Vorschläge in Betracht zieht und dabei die gleiche Flexibilität und Kompromissbereitschaft zeigt.“ Die britische Premierministerin Theresa May will die Austrittsverhandlungen bis Ende März starten.

dpa

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