„Alles ist möglich“

Schulz sieht Fehler und glaubt trotzdem an Chance bei der Wahl

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Martin Schulz hatte bei seiner Buchvorstellung gute Laune. 

Noch immer trüben die schlechten SPD-Ergebnisse bei den vergangenen Landtagswahlen die Stimmung bei den Sozialdemokraten. Kanzlerkandidat Martin Schulz bliebt dennoch optimistisch. 

Berlin - SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sieht trotz eingestandener Fehler weiter alle Chancen für die Bundestagswahl im September. „Ich glaube, ich hätte mich stärker als Bundespolitiker sichtbar machen müssen in den Landtagswahlen“, sagte er am Sonntag bei der Vorstellung seines Buchs „Was mir wichtig ist“ in Berlin. Man habe der Landespolitik in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen Vorrang gegeben.

Als Vorsitzender einer föderalen Partei müsse er aber zur Kenntnis nehmen, nur bedingten Einfluss auf das zu haben, was in den Regionen laufe, meinte Schulz. Am Ende trage er jedoch für die Auswirkungen die Verantwortung. Der SPD-Politiker gab sich angesichts gesunkener Umfragewerte kampfeslustig: „Alles ist möglich.“ Heute stehe die SPD besser da als noch im Januar, bevor er Kandidat geworden war.

Falls er Kanzler werde, wolle er sich für die Gleichberechtigung bei der Ehe einsetzen. „Ich werde die Ehe für alle durchsetzen“, versprach Schulz. Die Grünen als möglicher Koalitionspartner hatten dies am Wochenende auf ihrem Bundesparteitag zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung nach der Wahl gemacht.

Der CDU von Kanzlerin Angela Merkel warf Schulz vor, alle Erfolge für sich zu beanspruchen und alle Misserfolge den Sozialdemokraten anzulasten. Merkel mache aber „Trippelschritte“ und „stochere im Nebel“. Daher wolle er sie ablösen.

dpa

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