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Kinderporno-Vorwürfe

Ticker: "Herr Edathy, sind Sie pädophil?"

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Sebastian Edathy stellt sich in der Bundespressekonferenz den Fragen der Journalisten.

Berlin - Pressekonferenz in der Edathy-Affäre: Vor zehn Monaten wurden Kinderporno-Vorwürfe gegen den früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy bekannt. Jetzt hat er sich erstmals öffentlich geäußert. Lesen Sie seine Aussagen im Ticker nach.

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12.43 Uhr +++ Sebastian Edathy bleibt nur eine kurze Verschnaufpause. Bereits um 13 Uhr muss er vor dem Untersuchungsausschuss aussagen. Vielen Dank, dass Sie unseren Ticker verfolgt haben.

12.40 Uhr +++ Die Aussage von Michael Hartmann wird jetzt interessant werden. Der SPD-Politiker steht im Fokus, der entscheidende Tipp-Geber für Edathy gewesen sein. Hartmann hatte das bislang bestritten.

12.39 Uhr +++ Fazit: Sebastian Edathy wirkte in den zwei Stunden sehr angespannt, manchmal gereizt und patzig. Inhaltlich wusste die SPD-Spitze laut seiner Aussage über die Ermittlungen gegen ihn Bescheid, informiert hat ihn aber Michael Hartmann. Zu dem von ihm bestellten Foto- und Filmmaterial wollte Edathy nicht viel sagen. Er betonte lediglich, dass es sich um legales Material gehandelt habe. Moralisch habe er aber einen Fehler gemacht, räumt er ein. Edathy hofft auf eine Einstellung des Verfahrens gegen ihn gegen eine Geldzahlung.

12.36 Uhr +++ Die Pressekonferenz ist nach mehr als zwei Stunden beendet.

12.24 Uhr +++ Wo ist der Laptop abgeblieben? "Die Untersuchungen mussten eingestellt werden, mit dem Befund, dass kein Diebstahl vorgelegen hat."

12.23 Uhr +++ "Ich bin in Deutschland verbrannt." Er hofft auf eine Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldstrafe.

12.20 Uhr +++Was er in Amsterdam gemacht habe, als sein Laptop verschwunden ist, will ein Journalist wissen. "Ich bin da hin, um mich abzulenken. Holland ist immer eine Reise wert."

12.14 Uhr +++ Immer wieder kommen die Fragen, um was für Material genau es sich bei den bestellten Filmen gehandelt habe. Edathy bleibt dabei, dass alles legal gewesen sei. "Ich wäre ja auch absolut bescheuert, wenn ich Material, dass eventuell strafbar sein, mit meinem Namen und meiner Kreditkarte bestelle. Auf Nachfrage eines Journalisten, was genau er bestellt habe, lautet seine Antwort: "Ich habe mir ehrlich gesagt, die Titel nicht gemerkt."

12.12 Uhr +++ "Ich hatte den Eindruck, dass Oppermann seine Leute vorschickt." Das Ziel solle gewesen sein, ihn zur Aufgabe seine Bundestagsmandats zu bewegen.

12.07 Uhr +++ "Wann wusste Oppermann, dass Hartmann mich inhaltlich informiert hat? Das kann ich an keinem Datum festmachen."

12.01 Uhr +++ Zu welchem Zeitpunkt Edathy das Gefühl hatte, dass die Filmbestellung moralisch falsch gewesen sein?, will ein Journalist wissen. Auch hier folgt in einer langen Antwort lediglich die Aussage, dass er irgendwann bemerkt hätte, dass legal nicht immer moralisch richtig bedeute.

11.56 Uhr +++ Seit fast anderthalb Stunden läuft nun die Pressekonferenz. Sebastian Edathy wirkt sehr angespannt, manchmal gereizt. Seine Antworten sind sehr ausschweifend und kommen selten zum Punkt der Frage.

11.52 Uhr +++ Vor seinem Interview mit dem Stern hat Sebastian Edathy Michaeal Hartmann nicht darüber informiert, dass er die Kommunikation zwischen ihnen beiden öffentlich machen würde. "Ich habe keinen Grund, ihm Böses zu wollen."

11.50 Uhr +++ Edathy hatte Kontakt zu Michael Hartmann bis zur Presseerklärung von Thomas Oppermann.

11.48 Uhr +++ Angeblich soll das Verfahren gegen Edathy gegen eine Zahlung von 6000 Euro eingestellt werden, sagt er.

11.45 Uhr +++ Edathys Antwort: "Es geht mich nichts an, was Sie sind und es geht sie nichts an, was ich bin."

11.44 Uhr +++ Frage von der Bild-Zeitung: "Sind Sie pädophil?"

11.42 Uhr +++ Die eidesstattliche Versicherung wird Sebastian Edathy später dem Untersuchungsausschuss vorlegen. Ab 13 Uhr wird er dort aussagen.

11.41 Uhr +++ Auf die Frage, welches Motiv Hartman gehabt habe, Edathy zu informieren, zitiert Edathy aus seiner eidesstattlichen Versicherung: "Hartmann gehe davon aus, dass Ziercke wolle, dass ich im Bilde bin." Der BKA-Chef habe trotz der harten Auseinandersetzung zwischen den beiden im NSU-Untersuchungsausschuss nichts gegen ihn persönlich. Angeblich habe Ziercke auch die SPD vor weiterem Schaden schützen wollen.

11.37 Uhr +++ Edathy berichtet ausführlich darüber, dass er zu Hartmann ein gutes, aber kein freundschaftliches Verhältnis hatte. Sie seien auch Konkurrenten gewesen.

11.33 Uhr +++ Warum hat er nicht von Anfang an gesagt, dass er einen Informanten hatte? Warum erzählt er erst jetzt von seinem Kontakt mit Hartmann? "Weil ich nachher in diesem Untersuchungsausschuss sitze." Das sei die Zeit, reinen Tisch zu machen.

11.29 Uhr +++ Auch bei dieser Frage windet sich Edathy minutenlang mit seiner Antwort: "Ich habe Konsequenzen gezogen." Er habe sein Bundestagsmandat niedergelegt. Die Frage des Journalisten hat er damit nicht beantwortet.

11.26 Uhr +++ Ein Journalist fragt nach, was denn jetzt der Fehler gewesen sei und ob Edathy überhaupt etwas bereue.

11.24 Uhr +++ Warum ist sein Laptop kurz vor Beginn der Ermittlungen verschwunden? Dazu will Edathy nichts sagen.

11.23 Uhr +++ "Das ist hier mein letzter großer Auftritt in Berlin. Den Politiker Edathy gibt es nicht mehr." Er habe kein soziales Umfeld und keinen Beruf mehr.

11.22 Uhr +++ "Ich bin nicht bereit, hier öffentlich über Dinge zu sprechen, die Gegenstand eines laufenden Verfahrens sind."

11.20 Uhr +++ Zu Details zu seinem Interview mit dem Magazin "Stern" will Sebastian Edathy nichts sagen. Angeblich soll er dafür Geld bekommen haben.

11.17 Uhr +++ Auch die SPD-Politikerin Christine Lambrecht, sei im Bild gewesen, behauptet Edathy.

11.15 Uhr +++ Hartmann habe dann das Gespräch mit Thomas Oppermann und Frank-Walter Steinmeier gesucht.

11.14 Uhr +++  Edathy hatte die Informationen, dass die Quelle von Michael Hartmann der BKA-Präsident persönlich sei.

11.08 Uhr +++ Edathy über seine Kommunikation mit Michael Hartmann: "Ich werde dem Untersuchungsausschuss die komplette elektronische Unterhaltung zur Verfügung stellen."

11.06 Uhr +++ Edathy zu seiner Zukunft: "Ich werde versuchen, mir eine neue Existenz aufzubauen." Vielleicht sei es auch irgendwann möglich, ohne Angst in Deutschland zu leben.

11.02 Uhr +++ "Für mich war erkennbar bei der Bestellung dieser Filme, dass das nichts ist, was mit strafrechtlichen Inhalten zu tun hat."

11.01 Uhr +++ Edathy windet sich bei der Frage eines Reporters, was auf diesen Bildern zu sehen sei, dass er glaube, es gebe keinen Grund für die Öffentlichkeit, sich darüber zu echauffieren.

11.00 Uhr +++ "Mein Verständnis von einem Rechtsstaat umfasst auch, dass das, was Menschen in ihrem Privatleben tun, solange es rechtlich ok ist, niemanden etwas angeht."

10.54 Uhr +++ Von Michael Hartmann wusste er, dass Thomas Oppermann und Sigmar Gabriel über die Ermittlungen gegen ihn im Bilde waren.

10.52 Uhr +++ Edathy wirkt sehr ruhig und wohl überlegt bei seinen Aussagen. Immer wieder betont er, dass das Bestellen der Filme legal gewesen sei.

10.51 Uhr +++ Edathy hatte in den Koalitionsverhandlungen die Hoffnung, dass er wichtige Aufgaben in der künftigen Regierung abbekommen würde. Unter anderem stand das Amt des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden stand im Raum.

10.48 Uhr +++ Edathy zeigt kaum Reue: "Das Bundeskriminalamt stuft die Filme, die ich bezogen haben, nicht mal als Posing ein." Es sei sicherlich falsch gewesen, die Filme zu bestellen, "aber es war legal".

10.46 Uhr +++ "Meine Sicherheit habe ich in den letzten Monaten in Deutschland nicht für gewährleistet gehalten." Daher habe er sich ins Ausland zurückgezogen.

10.42 Uhr +++ "Meine Hoffnung war, dass ein Mandatsverzicht dazu führen würde, dass die öffentlichen Reaktionen sich in Grenzen halten würden."

10.40 Uhr +++ "Thomas Oppermann war im Bilde, er hat dann den Versuch unternommen, Michael Hartmann zu instrumentalisieren, mir nahezulegen, ich solle mein Bundestagsmandat niederlegen."

10.39 Uhr  +++ Michael Hartmann habe ihn darüber informiert, dass Edathy auf der Kundenliste der kanadischen Firma gestanden habe.

10.38 Uhr +++ Er habe Mitte November aufgrund von Medienberichten davon Kenntnis gehabt, dass gegen eine kanadische Firma ermittelt wird, bei der Jahre zuvor Filmmaterial bestellt hatte.

10.36 Uhr +++ "Ich weiß nicht, ob es glücklich ist, bevor es überhaupt zu einem Prozess kommt, zu einer öffentlichen Vorverurteilung kommt."

10.34 Uhr +++ "Ich bitte um Verständnis, wenn ich mich heute nicht zu Details eines laufenden Verfahrens äußern werde." Diese Aussage klingt so, als möchte er nichts zu den Kinderporno-Vorwürfen gegen ihn sagen.

10.33 Uhr +++ Er spricht Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit an. "Mir geht es nicht um Rache, sondern mit geht es darum, einen Beitrag zur Aufklärung zu leisten.

10.32 Uhr +++  Edathy: "Ich weiß, ich habe viele Menschen enttäusch. Das tut mir aufrichtig leid." Er sagt aber noch nicht, womit er enttäuscht hat.

10.30 Uhr +++ Edathy trägt sein Statement vor.

10.28 Uhr +++ Es soll offensichtlich pünktlich losgehen. Sebastian Edathy rückt seinen Stuhl zurecht. Die Fotografen umringen ihn an seinem Platz.

10.23 Uhr +++ Das Medieninteresse an der Presseerklärung ist groß. Sebastian Edathy ist überpünktlich. Er hat bereits in der Bundespressekonferenz Platz genommen.

+++ Interessant in dieser Edathy-Affäre ist auch, wer wann wen informiert hat. SPD-Politiker wie Michael Hartmann und Thomas Oppermann könnten heute ins Schwitzen kommen. Es steht der Vorwurf im Raum, dass Edathy im Vorfeld gewarnt worden war und so Beweismaterial gegen ihn vernichten konnte.

+++ Dass Sebastian Edathy noch vor seiner Aussage im Untersuchungsausschuss der Pressefragen beantwortet, stößt auf Kritik.

Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy will sich zehn Monate nach Bekanntwerden von Kinderporno-Vorwürfen gegen ihn erstmals öffentlich äußern. Bevor er am Donnerstagmittag gegen 13 Uhr als Zeuge im Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Edathy-Affäre aussagt, stellt sich der ehemalige Innenpolitiker in Berlin den Fragen der Presse. Gegen den 45-Jährigen läuft in Niedersachsen ein Strafverfahren wegen des Besitzes von kinderpornografischem Material. Er könnte sich deshalb im Untersuchungsausschuss auf sein Aussageverweigerungsrecht berufen.

Edathy-Affäre: Die wichtigsten Personen

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