Vor Treffen von CSU und CDU

Seehofer: Auch ohne Obergrenzen-Einigung kann Union geschlossen sein

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In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Unstimmigkeiten zwischen Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Seehofer.

München - Kurz vor dem geplanten Treffen zwischen CSU und CDU am Montag in München hat sich Ministerpräsident Seehofer zu möglichen Unions-Verhandlungen geäußert.

Die nach wie vor in der Union ungelöste Frage nach einer Obergrenze für Flüchtlinge wird laut CSU-Chef Horst Seehofer nicht den gemeinsamen Bundestagswahlkampf belasten. Nach der „langen gemeinsamen Geschichte von CDU und CSU“ gebe es sehr belastbare Gemeinsamkeiten. „Aber es gab auch immer unterschiedliche Auffassungen, diese unterschiedlichen Auffassungen werden die kommenden Monate nicht beeinträchtigen in der Gemeinsamkeit“, sagte Seehofer am Sonntag kurz vor dem Treffen der Unionsspitzen in München.

Die CSU bleibe dabei, dass sie im Falle eines Wahlsieges am 24. September nur mitregiere, wenn im Koalitionsvertrag eine starre Obergrenze verankert werde. „Wenn ich solche Aussagen treffe, bleiben sie richtig, aber sie müssen nicht jeden Tag wiederholt werden. Jetzt wollen wir zuallererst Wahlen gewinnen. Das wird schwer genug.“

Generell hätten sich CSU und CDU in den vergangenen Wochenin vielen Punkten angenähert, Beispiele nannte Seehofer aber mit Verweis auf noch interne Papiere der beiden Parteivorsitzenden nicht. Sorgen wegen der steigenden Umfragewerte der SPD mit ihrem designierten Kanzlerkandidaten Martin Schulz mache er sich nicht. Er sei wie Merkel aber der Meinung, dass es der „schwierigste Wahlkampf“ werde.

dpa

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