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Seehofer künftig notfalls „noch energischer“

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Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in Mörnsheim beim 10. Altmühltaler Lammauftrieb

München - Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer will seinem Wut-Auftritt nach der CDU-Wahlschlappe in Nordrhein-Westfalen auch weiterhin unbequeme Worte folgen lassen.

Er sehe sich im Recht, „im Bund ein gehöriges Stück mitzureden, wenn es um die richtige Richtung geht“, sagte der bayerische Ministerpräsident dem Magazin „Focus“ mit Blick auf die schwarz-gelbe Koalition in Berlin. Er wolle 2013 mit der FDP in München und Berlin erfolgreich sein, sagte Seehofer. Wenn etwas eintrete, das dieses Ziel ernsthaft infrage stelle, „dann wird man künftig einen noch energischeren Horst Seehofer erleben als bisher“.

Seehofer hatte eine Mitverantwortung für die heiß diskutierte Entlassung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) abgelehnt.

Als wichtigstes Projekt der Bundesregierung bezeichnete der CSU-Chef neben der Energiepolitik die Lösung der Euro-Krise. Wenn die politischen Verhältnisse in Athen es erforderten, „dann muss man auch den Mut aufbringen, einen Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone zu erwägen“. Das wäre laut Seehofer weder das Ende des Euro noch Europas.

Beim nächsten schwarz-gelben Koalitionsausschuss will der CSU-Chef auch die Pkw-Maut wieder auf die Tagesordnung setzen. Im Straßenbau gehe viel zu wenig voran, der Investitionsbedarf sei enorm. An der Entlastung kleinerer und mittlerer Einkommen hält Seehofer fest. Das sei kein Widerspruch zur Haushaltskonsolidierung. In Bayern gelängen seit Jahren Wachstum und Schuldentilgung. Er frage sich, „warum es verboten sein soll, dieses Prinzip auf Deutschland zu übertragen“.

dpa

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