Bayerns eigene Außenpolitik

Seehofer will Trump treffen: Bundesregierung wenig begeistert

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Bei der Bundespräsidentenwahl konnten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Seehofer einigen, ob das auch in der Außenpolitik so bleibt?

Berlin - Plant Horst Seehofer eine Reise nach Washington? Medienberichten zufolge will Seehofer sich mit US-Präsident Donald Trump treffen. Jetzt reagiert die Bundesregierung.

Pläne von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer für ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump sind von der Bundesregierung nicht bestätigt worden. „In Berlin kennt man ja durchaus eine eigenständige bayerische Außenpolitik“, sagte dazu der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, am Montag. Bayern sei schließlich schon im Kaiserreich das einzige Reichsmitglied gewesen, das ein eigenständiges Außenministerium betrieben habe.

Schäfer erinnerte daran, dass Seehofer auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin besucht habe. „Das war sicher auch ein nützlicher Besuch.“ Als positives Urteil über die Bemühungen Seehofers für ein Treffen mit Trump wollte Schäfer dies aber nicht verstanden wissen. „Das ist ein neutrales Urteil“, sagte er.

Am Wochenende hatte der Spiegel unter Berufung auf Regierungskreise in München berichtet, es gebe Sondierungen für eine Reise Seehofers nach Washington. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hilft der Hamburger Milliardär Christian Hinneberg, der mit Trump geschäftlich verbunden ist, einen Termin für das Treffen mit dem Präsidenten zu vereinbaren.

dpa

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