„Abscheuliche Tat nicht missbrauchen“

Gabriel warnt nach Mord an Studentin vor Hetze gegen Flüchtlinge

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SPD-Chef Sigmar Gabriel.

Berlin - Vizekanzler und SPD-Chef Sigmar Gabriel warnt nach dem Mord an der 19-jährigen Medizinstudentin, "diese abscheuliche Tat jetzt für Hetze und Verschwörungspropaganda" zu missbrauchen.“

"So bitter es ist: Solche abscheulichen Morde gab es schon, bevor der erste Flüchtling aus Afghanistan oder Syrien zu uns gekommen ist", sagte Gabriel der "Bild"-Zeitung vom Montag. Die Polizei verdächtigt in dem Fall einen 17-Jährigen, der als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling aus Afghanistan eingereist war.

Am Wochenende hatte die Festnahme des jungen Mannes im Internet hitzige Diskussionen über die Flüchtlingspolitik ausgelöst. Gabriel warnte davor, "diese abscheuliche Tat jetzt für Hetze und Verschwörungspropaganda" zu missbrauchen. "Wir werden nach solchen Gewaltverbrechen - egal, wer sie begeht - keine Volksverhetzung zulassen. Es geht darum, die Täter zu ermitteln, vor Gericht zu stellen und hart zu bestrafen."

Täter sitzt in Untersuchungshaft

Die Leiche der 19-jährigen Medizinstudentin war am 16. Oktober am Fluss Dreisam gefunden worden. Vergangenen Freitag nahmen die Behörden den 17-jährigen Afghanen unter dem dringenden Verdacht fest, die Studentin Mitte Oktober vergewaltigt und getötet zu haben. Nachdem eine DNA-Probe des Verdächtigen mit am Tatort gefundenen Spuren übereinstimmte, kam er am Samstag in Untersuchungshaft.

AFP

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