Es geht um ein Wahlplakat

SPD greift CDU an: Bringt dieser Tweet nun Action in den Wahlkampf? 

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Schulz oder Merkel? Die Bundestagswahl wird es entscheiden. Der Wahlkampf lief bisher ruhig. Doch das könnte sich bald ändern.

Die Bundestagswahl rückt langsam näher, der Wahlkampf selbst ist allerdings vergleichsweise ruhig. Doch jetzt sorgt ein SPD-Plakat für viel Wirbel auf Twitter.

Update vom 18. Juli 2017: Auch in der kommenden Bundestagswahl will CDU-Politikerin Angela Merkel Bundeskanzlerin bleiben - doch für was steht die CDU und wie sieht eigentlich das Wahlprogramm der Partei aus? Hier erfahren Sie alles, was Sie über die CDU wissen müssen.

Berlin – Im September steht in Deutschland die Bundestagswahl an. Der Wahlkampf dafür verläuft bisher recht unspektakulär, lediglich die AfD ist mit ihren Äußerungen des Öfteren in den Schlagzeilen. Doch jetzt sorgte Christian Flisek, Bundestagsmitglied und Vorsitzender der SPD in Niederbayern, mit einer SPD-Werbung via Twitter für Furore und Diskussionen im Netz.

Der Politiker twitterte eine Art Wahlplakat, das auf der linken Seite SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz zeigt, auf der rechten CDU-Kontrahentin Angela Merkel. Schulz‘ Seite ist in leuchtendem SPD-Rot gehalten, er steht aufrecht und lächelt in die Kamera. Neben ihm sind die Forderungen der Sozialdemokraten aufgelistet, zehn an der Zahl. Auf der rechten Seite der Collage ist die Kanzlerin abgebildet, in leicht geduckter Haltung und mit verkniffenem Gesichtsausdruck. Der Hintergrund ist grau, sie selbst ähnlich farblos. Daneben stehen nur drei Worte: „Sie kennen mich.“ Flisek schreibt in seinem Tweet dazu: „Ohne Worte“.

Damit trifft der Bundestagsabgeordnete möglicherweise einen wunden Punkt in den Reihen der CDU. Bislang hat sich die Partei nicht mit einem großen Wahlkampfprogramm hervorgetan. Laut neuester Umfragewerte ist Merkel trotzdem wieder so beliebt wie seit langem nicht mehr, SPD-Kandidat Schulz verliert jedoch an Zustimmung. Nahm Flisek das zum Anlass, um gegen die Christdemokraten zu sticheln? 

CDU-Generalsekretär Peter Tauber reagierte prompt auf den Tweet und nahm ebenfalls Bezug zu den Umfragewerten: „Typisch Sozis. Darum steht ihr in den Umfragen da, wo ihr steht“.

Tauber ist bekannt für seine markigen Sprüche, gerade auf Twitter scheut er sich oft nicht, auszuteilen und anderen Meinungen zu kontern. Das hat auch die SPD bereits zu spüren bekommen. Deren Reaktion auf Taubers Aussage ließ deshalb nicht lange auf sich warten. Zu Wort meldete sich der Bonner Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber. Er bezeichnete Tauber als „Glaskinn“: Der CDU-Mann teile selbst permanent aus, könne aber nicht einstecken.

Bei dem Plakat handelt es sich im Übrigen nicht um eine offizielle Wahlwerbung der SPD, wie Flisek auf seinem Twitteraccount klarstellt. Die gewünschte Wirkung hat Fliseks Tweet wohl trotzdem erzielt: Die CDU ist auf den Post angesprungen, und auch viele Nutzer haben darüber diskutiert. Bleibt abzuwarten, ob die CDU die Aktion als Ansporn nimmt und sich bis September noch stärker in den Wahlkampf einbringen wird.

mhö

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