Steinbrück: Energie-Politik ist ein "Chaos"

+
Will der Energiepolitik in Deutschland eine neue Richtung geben: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück.

Stuttgart - SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat die Energiepolitik der schwarz-gelben Bundesregierung scharf kritisiert. Im Falle eines Machtwechsels sollen die Zuständigkeiten gebündelt werden. 

„Was wir erleben, ist nicht eine Mondlandung die vorbereitet wird, sondern eine Bruchlandung. Das ist Chaos“, sagte Steinbrück am Freitag bei einer Veranstaltung in Stuttgart zur Industriepolitik: Die Energiewende sei eine Jahrhundertaufgabe.

Im Falle eines Machtwechsels nach der Bundestagswahl will Steinbrück die Zuständigkeiten für Energiefragen zusammenfassen. „Die energiepolitischen Kompetenzen müssen gebündelt werden.“ Ob es ein eigenes Ministerium zu dem Thema geben sollte, ließ Steinbrück offen. Der steigende Energiepreis bereite nicht nur den Bürgern Probleme, sondern auch der Wirtschaft.

Steinbrück sagte, eine unter ihm geführte Bundesregierung wolle einen Fahrplan für die Energiewende vorlegen. Darin müssten Fragen zum Ersatz der Kapazitäten durch die Abschaltung von Kernkraftwerken genauso geregelt werden wie der Ausbau der Infrastruktur. Auch das Thema Bezahlbarkeit von Energie müsse angesprochen werden.

Die Bundesregierung will einen weiteren Anstieg der EEG-Umlage und der Strompreise verhindern. Der Vorschlag von Umweltminister Peter Altmaier (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) sieht vor, die EEG-Umlage 2014 auf aktuell 5,28 Cent je Kilowattstunde festzuschreiben und ihren Anstieg dann auf 2,5 Prozent zu begrenzen.

dpa

Zurück zur Übersicht: Politik

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser