SPD-Urgestein Funke schmeißt hin

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Das SPD-Urgestein Karl-Heinz Funke zieht sich nach schweren Vorwürfen aus der Politik zurück.

Wilhelmshaven - Karl-Heinz Funke legt seine Ämter nieder. Nach schweren Vorwürfen zieht sich das SPD-Urgestein aus der Politik zurück. Er wolle aber noch Mitglied der Partei bleiben.

Der unter Druck geratene frühere Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke (SPD) zieht sich aus der Kommunalpolitik zurück. In einem Fax an NDR 1 Niedersachsen erklärte der Politiker am Mittwoch, er gebe seine Mandate im Kreistag Friesland und im Rat der Stadt Varel auf.

Das niedersächsische SPD- Urgestein ist damit alle seine politischen Ämter los - er wolle aber Parteimitglied bleiben, sagte er dem Sender. Mit seinem Rückzug kam Funke einem Partei-Ordnungsverfahren und einem möglichen Ausschluss zuvor.

Er war im Dezember wegen einer Zahlung vom Oldenburg-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) in Höhe von 8000 Euro in die Kritik geraten und trat als OOWV-Vorsteher zurück.

Danach wurde bekannt, dass der Politiker in seiner Amtszeit das Gehalt des OOWV-Geschäftsführers ohne Absprache mit dem Vorstand erhöht haben soll. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft. Für eine Stellungnahme war Funke auf dpa-Anfrage nicht zu erreichen.

In dem Fax an NDR 1 Niedersachsen räumte der Politiker ein, Fehler gemacht zu haben. Im Interesse seiner Familie wolle er nun einen Schlussstrich ziehen.

“Ich sehe mich mittlerweile nicht mehr in der Lage, mich gegen pauschale Unterstellungen und Verurteilungen zur Wehr zu setzen“, schrieb er. Funke sitzt noch im Aufsichtsrat des Oldenburger Energieversorgers EWE.

dpa

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