„Unerbetener schlechter Rat“

SPD zofft mit sich selbst: Stegner geht auf Steinbrück los

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Damals konnten sie noch gut miteinander: Ralf Stegner (r.) mit Peer Steinbrück im Jahr 2013.

Die SPD-Spitze hat verärgert auf die Kritik von Peer Steinbrück am Wahlkampf von Martin Schulz reagiert. Der Bundesvorsitzende Ralf Stegner wurde gegenüber dem SPD-Kanzlerkandidaten sogar persönlich.

Der stellvertretende Bundesvorsitzende Ralf Stegner sagte am Sonntag: „Martin Schulz verdient unser aller tatkräftige Unterstützung und Solidarität, nicht aber „Rat-Schläge“ von Kapitänen, die vom Ufer zuschauen.“

Bei Twitter wurde Stegner, der auch SPD-Landeschef in Schleswig-Holstein ist, noch deutlicher. „Andere, selbst an ihrer Hybris gescheitert, geben via Kommentaren der Partei, der sie (noch) angehören, unerbetenen schlechten Rat. Kurios.“ Auch der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth (SPD), griff Steinbrück über den Kurznachrichtendienst an: „Das ist mies. Charakterlich. Inhaltlich. Strategisch. Taktisch.“

Steinbrück hat dem aktuellen Kanzlerkandidaten Martin Schulz in Interviews empfohlen, im Bundestagswahlkampf nicht allein auf das Thema Gerechtigkeit zu setzen. Außerdem hielt der Ex-Finanzminister seiner Partei vor, beim Schulz-Hype die Bodenhaftung verloren zu haben. Das habe sich beim 100-Prozent-Ergebnis von Schulz' Wahl zum Parteichef gezeigt: „Die Partei saß plötzlich auf Wolke sieben, es hat sich ein Realitätsverlust eingestellt und das Publikum hat sich gewundert: Steht da jetzt Erich Schulz-Honecker?“, sagte Steinbrück der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Lesen Sie auch: Schulz bei Maischberger: „Glaube, dass wir sehr konkret geworden sind“

dpa

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