„Spiegel“ berichtet

BKA befürchtet neue Anschläge gegen Flüchtlingsheime

Berlin - Das Bundeskriminalamt (BKA) rechnet laut einem Medienbericht im Bundestagswahlkampf mit einer erneuten Zunahme von Anschlägen gegen Flüchtlingsunterkünfte. Angeblich sieht das Amt gerade bei einem Tätertyp große Gefahr.

Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf eine interne Lageanalyse der Behörde. Zwar seien die Übergriffe auf Asylunterkünfte in den ersten drei Monaten des Jahres 2017 zurückgegangen, doch sei damit zu rechnen, dass sich vor der Bundestagswahl die Anti-Asyl-Agitation der rechten Szene wieder verschärfe und weitere Straftaten drohten.

Das BKA warnte in dem Zusammenhang vor Einzeltätern, die weder Polizei noch Verfassungsschutz auf dem Schirm hätten. Bei solchen Tätern, die sich mitunter im Internet radikalisiert hätten, stünden den Sicherheitsbehörden „kaum Erfolg versprechende Ermittlungs- und Präventionsansätze zur Verfügung“.

Von 418 namentlich bekannten Tatverdächtigen, die im vergangenen Jahr Straftaten gegen Flüchtlinge oder Asylunterkünfte begangen haben sollen, sei nur ein Fünftel dem Staatsschutz als Rechtsextreme bekannt gewesen. Die Verdächtigen waren demnach vorwiegend Männer zwischen 18 und 30 Jahren, meist schritten sie nachts am Wochenende zur Tat.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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