Aber keine Beweise für Mitgliedschaft

Anklage gegen festgenommenen IS-Terrorverdächtigen

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Der Terrorverdächtige befindet sich seit Anfang November in U-Haft.

Berlin - Die Staatsanwaltschaft in Berlin will einen inhaftierten IS-Terrorverdächtigen vor Gericht zerren. Der Mann soll als Flüchtling getarnt nach Deutschland gekommen sein.

Gegen einen in Berlin festgenommenen IS-Terrorverdächtigen hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Ihm werde illegale Einreise und Urkundenfälschung vorgeworfen, sagte sein Rechtsanwalt Jonathan Burmeister am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte der RBB berichtet. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte die Anklage nicht bestätigen. Beweise für eine mutmaßliche Mitgliedschaft beim Islamischen Staat (IS) habe die Bundesanwaltschaft nicht vorlegen können, sagte der Anwalt.

Die Ermittler gehen laut Bericht davon aus, dass der Mann mit mehreren Identitäten aufgetreten ist. Er soll nach Medienberichten Tunesier sein. Er kam vor einem Jahr als Flüchtling nach Deutschland und sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Die Ermittler hatten dem Anfang November Festgenommenen vorgeworfen, Mitglied der Terrororganisation IS zu sein und möglicherweise einen Anschlag in Deutschland vorbereiten zu wollen. Konkrete Erkenntnisse gab es dazu nach Angaben von Sicherheitskreisen bislang aber nicht.

dpa

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