Antrittsbesuch in Rom

Steinmeier fordert von Europa Solidarität in Flüchtlingsfragen

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Frank-Walter Steinmeier bei einer Preisverleihung Ende April

Rom - Bei seiner Antrittsreise nach Rom will Frank-Walter Steinmeier ein gemeinsames Thema Deutschlands und Italiens betonen: Die Flüchtlingspolitik.

Vor seinem Antrittsbesuch in Rom hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier europäische Solidarität in der Flüchtlingspolitik gefordert. In einem Interview der Mailänder Tageszeitung Corriere della Sera sagte er, notwendig sei eine „solidarische Verteilung von Aufgaben und Lasten zwischen den europäischen Partnern“. Derzeit trügen Italien und Deutschland die größte Last der Folgen von Flucht und Migration in Europa. Vordringlich sei aber auch die nachhaltige Bekämpfung der Fluchtursachen und der wirksame Schutz der Außengrenzen.

„Wissen um Möglichkeiten - aber auch Grenzen“

Italien sei für Deutschland einer der engsten Partner und für viele Deutsche das „Sehnsuchtsland“, sagte Steinmeier. „Ich teile diese fast schon legendäre Leidenschaft meiner Landsleute“, fügte er hinzu. Gemeinsam müssten beide Länder den großen Vereinfachern in Europa überzeugende Lösungen entgegensetzen. „Wachstum ankurbeln, Arbeitslosigkeit bekämpfen und den jungen Generationen echte Perspektiven eröffnen“, nannte er als wichtigste Ziele.

Auf die Frage nach einer deutschen Führungsrolle in Europa sagte Steinmeier, Europas Stärke könne nicht auf die Führung einzelner gegründet werden, sondern nur auf die Verantwortung aller. „Wir wissen um unsere Möglichkeiten, aber auch um unsere Grenzen“, betonte er. „Wir wollen an der gemeinsamen Zukunft in Europa bauen, gemeinsam mit unseren Partnern, den großen wie den kleinen, gleichberechtigt und gleichverpflichtet.“

dpa

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