Bundespräsident in Athen

Steinmeier mahnt weitere Reformen in Griechenland an

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Erstmals wird Steinmeier im Ausland von seiner Frau Elke Büdenbender begleitet. Foto: Michael Kappeler

Athen (dpa) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat vor seinem Besuch in Griechenland die Bemühungen des Landes zur Überwindung der Schuldenkrise gewürdigt, aber weitere Reformen angemahnt.

Griechenland sei "noch nicht am Ende des Weges angekommen", sagte er der Tageszeitung "Kathimerini". "Weitere Reformen werden erforderlich sein, selbst wenn die wirtschaftlichen Indikatoren sich verbessern", betonte er. Zu wünschen sei, dass diese Reformen sowohl Wachstum als auch gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern würden. 

Steinmeier wird am Nachmittag in Athen erwartet. Erstmals wird er auf einer Auslandsreise von seiner Frau Elke Büdenbender begleitet. Am Samstag eröffnet er mit dem griechischen Präsidenten Prokopis Pavlopoulos die Kunstausstellung documenta 14, die in diesem Jahr in Kassel und in Athen stattfindet. Die Ausstellung steht unter dem Motto "Von Athen lernen". 

In dem Interview ging Steinmeier auch auf das Verhältnis zur Türkei ein. "Die Rhetorik der vergangenen Wochen war schwer nachzuvollziehen, bisweilen inakzeptabel und unwürdig", sagte er. Gleichwohl blieben Deutschland und der Europäischen Union eng mit der Türkei verbunden und teilten in vielen Fragen gemeinsame Interessen. "Deshalb sollten wir die Brücken nicht abbrechen und uns nicht an einer rhetorischen Eskalationsspirale beteiligen."

Auf die griechische Forderung nach Reparationszahlungen für Kriegsverbrechen durch Hitler-Deutschland angesprochen sagte Steinmeier, Deutschland stelle sich seiner moralisch-historischen Verantwortung. Völkerrechtlich sei das Thema Reparationen für Deutschland aber abgeschlossen. 

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