„Auf dem Hackklotz der Industrie“

Streit über Kohleförderung: US-Umweltschützer verklagen Trump

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Donald Trumps Regierung bekommt (erneut) juristischen Ärger

Washington - Donald Trumps Regierung will in den USA wieder neue Kohlefördergebiete erlauben. Verschiedene Initiativen fordern schwere Umweltschäden - und wollen klagen.

US-Umweltschützer gehen gerichtlich gegen die Regierung von Präsident Donald Trump wegen der Umweltpolitik vor. Die Organisation Sierra Club teilte am Mittwoch mit, als Teil einer „Koalition von Umweltgruppen“ die Regierung verklagen zu wollen, weil Trump einen Stopp der Verpachtung öffentlichen Landes für Kohleförderung aus der Amtszeit seines Vorgängers Barack Obama aufgehoben hatte.

Der Präsident hatte das Dekret, das auch andere Umwelt- und Klimabestimmungen aufweichte und abschaffte, am Dienstag unterzeichnet. Am Mittwoch hatte daraufhin Innenminister Ryan Zinke das Moratorium für neue Kohleförderung offiziell aufgekündigt. Das US-Zentrum für Biologische Vielfalt teilte mit, es habe Minuten später eine Klage eingereicht, weil die Maßnahme wesentliche Lebensräume wilder Tiere auf den „Hackklotz der Industrie“ lege.

Der Stamm der Northern Cheyenne im Bundesstaat Montana teilte mit, auch Land in der Nähe seines Reservats sei betroffen. Der Stamm habe das Innenministerium vor der Entscheidung um Beratungen gebeten, aber keine Antwort erhalten. Die Northern Cheyenne seien besorgt, dass die Kohleförderung die Qualität von Luft und Wasser sowie ihre traditionellen Praktiken beeinträchtigen und letztlich ihre Lebensweise zerstören könnte, hieß es. Daher werde der Stamm Anzeige erstatten.

dpa

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