Kurzsichtig organisiert

Studie: Willkommensklassen für Flüchtlingskinder nicht ideal

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In Berlin werden Flüchtlingskinder in der Regel zunächst in Willkommensklassen unterrichtet. Foto: Britta Pedersen

Berlin (dpa) - Flüchtlingskinder sollten einer Studie zufolge besser mit deutschen Kindern zusammen unterrichtet werden als in eigenen Willkommensklassen.

Die separaten Klassen seien kurzsichtig organisiert und brächten eine ganze Reihe von Problemen, heißt es in einer Untersuchung des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM).

Es gebe keinen festen Lehrplan, und was und mit welchem Material die Kinder lernten, hänge allein vom Lehrer ab. Auch was Kinder können müssen, um in normale Klassen zu wechseln, ist aus Sicht der Experten nicht geregelt. Einige Schulen schlössen sogar von vornherein aus, dass die Flüchtlingskinder später weiter unterrichtet werden.

In Berlin werden Flüchtlingskinder in der Regel zunächst in Willkommensklassen unterrichtet. Einige Grundschulen gliedern sie jedoch direkt in normale Klassen ein und bieten zusätzlichen Deutschunterricht an. Diese Schulen hätten mit deutlich weniger Problemen zu kämpfen, lautet ein Zwischenergebnis der vom Integrationsbeauftragten der Bundesregierung geförderten Studie. Das Endergebnis soll im März vorstellt werden.

vorläufige Studienergebnisse

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