Auswärtiges Amt pessimistisch

Syrien: Bundesregierung hält Frieden unter Assad für kaum vorstellbar

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Regimetreue Soldaten im verschneiten Aleppo

Berlin - Nach dem Fall Aleppos sieht die Bundesregierung Frieden in Syrien in weiter Ferne. Mit Assad sei eine Friedenslösung kaum vorstellbar, heißt es aus dem Auswärtigen Amt.

Die Bundesregierung kann sich eine Friedenslösung für Syrien mit Präsident Baschar al-Assad heute noch weniger vorstellen als vor dem Fall von Aleppo. 

Nach den schrecklichen Ereignissen in Aleppo und im Angesicht „einer humanitären Katastrophe, wie sie die Welt seit Generationen nicht mehr erlebt hat“ , sei nicht recht vorstellbar, „wie es möglich sein kann, auf Dauer mit Assad für Syrien Frieden zu finden“, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, am Mittwoch in Berlin.

In der syrischen Führung gebe es offensichtlich den Glauben, die Kontrolle der Regierungstruppen über Aleppo sei „vielleicht der vorletzte Baustein eines Sieges“. Doch wer das denke, täusche sich.

Auch Iran, Russland und Rebellen erschweren Evakuierung Aleppos

Zu den aktuellen Hindernissen bei der Evakuierung von Ost-Aleppo und zwei von Schiiten bewohnten Dörfern sagte er, neben dem Assad-Regime, dem Iran und Russland seien es auch Rebellen, „die immer wieder ihre faktische Macht an Straßenkreuzungen und anderswo“ ausspielten, um Forderungen aufzustellen, die für denjenigen, die diese Evakuierung organisierten, nicht zu erfüllen seien.

Die Bundesregierung werde mit ihren Partnern trotzdem weiter versuchen, dafür zu sorgen, die humanitäre Lage der Betroffenen zu verbessern.

dpa

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