Ausgemachte Sache

Theresa Mays Minderheitsregierung kurz vor Abschluss?

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Koalitionäre unter sich: Arlene Foster (li.) und Theresa May

Die Minderheitsregierung in Großbritannien ist offenbar fast schon perfekt. Nur der Großbrand in London mache eine offizielle Verkündung „unangemessen“, heißt es.

London - Knapp eine Woche nach der Parlamentswahl in Großbritannien stehen die Gespräche zwischen den Tories und der nordirischen DUP über eine konservative Minderheitsregierung kurz vor dem Abschluss. Die Bekanntmachung der Vereinbarungen könne sich aber wegen des Hochhausbrandes in London noch bis in die kommende Woche verzögern, berichtete der Sender BBC am Mittwoch unter Berufung auf Kreise der Democratic Unionist Party (DUP).

Im Londoner Stadtteil Kensington war am frühen Morgen am Grenfell Tower ein Großbrand ausgebrochen. Die Verkündung eines Regierungsdeals sei daher „unangemessen“, hieß es.

Erschreckende Bilder: Londoner Hochhaus in Flammen

Verzögerung hätte Folgen für die Brexit-Gespräche

Bei der Wahl am vergangenen Donnerstag hatte Premierministerin Theresa May ihre Parlamentsmehrheit verloren. Die DUP kam auf zehn Sitze. Die Konservativen und die DUP verhandeln derzeit über eine Minderheitsregierung mit Unterstützung der nordirischen Unionisten. Es wird erwartet, dass die DUP-Vorsitzende Arlene Foster vor allem mehr Investitionen in die ehemaligen Krisenregion heraushandeln will. In den bevorstehenden Brexit-Verhandlungen befürwortet die Partei eine durchlässige Grenze zwischen dem Norden und der Republik Irland.

Sollten die Vereinbarungen für die Minderheitsregierung erst in der nächsten Woche vorgestellt werden, würde sich auch die ursprünglich für kommenden Montag geplante Verlesung des Regierungsprogramms durch Königin Elizabeth II. in ihrer sogenannten Queen's Speech verschieben. Der ebenfalls für den 19. Juni vorgesehene Start der Brexit-Verhandlungen wäre auch betroffen.

dpa/fn

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