Zwischenbilanz des Jahres 2016

Trauriger Rekord: Schon 5.000 Migranten im Mittelmeer gestorben

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Ein Flüchtlingsboot kentert im Mai 2016 in der Straße von Sizilien

Genf - Die Überfahrt über das Mittelmeer bleibt für viele Migranten eine tödliche Gefahr: Bereits jetzt sind im Jahr 2016 dort so viele Menschen umgekommen, wie niemals zuvor.

Bei der Flucht über das Mittelmeer sind nach Angaben der internationalen Organisation für Migration (IOM) in diesem Jahr 5.000 Menschen umgekommen. Das seien so viele wie in keinem Jahr zuvor, sagte IOM-Sprecher John Millman am Freitag in Genf. „Ein trauriger Rekord.“ 2015 kamen 4.220 Flüchtlinge ums Leben.

Zahl der Toten steigt weiter

Am Donnerstag lag die Totenzahl der IOM zufolge noch bei 4.913. Seitdem ist es nach Informationen der italienischen Küstenwache zu zwei Schlauchboot-Unfälle gekommen, bei denen mehr als 90 Menschen umgekommen sind. 

„Die See ist rau und es herrscht Winterwetter - kentert ein Boot, bleibt nicht viel Zeit zu überleben“, sagte Millman. Die aktuelle Lage unterstreiche die Dringlichkeit, sichere Routen für Flüchtlinge zu schaffen.

Rekordankünfte im Herbst

Im Oktober war an Italiens Küsten eine Rekordzahl von 27.400 Flüchtlingen registriert worden. Mitte November waren an einem einzigen Samstag allein 1.400 Flüchtlinge im Mittelmeer aus Seenot gerettet worden. 

dpa

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