Trotz Streit um Obergrenze

Merkel erwartet gemeinsames Wahlprogramm von CDU und CSU

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Sie streiten sich, sie vertragen sich:  Kanzlerin Angela Merkel (CDU, l) und CSU-Chef Horst Seehofer.

Berlin - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet trotz des ungeklärten Streits mit CSU-Chef Horst Seehofer über eine Obergrenze für die Zahl der Flüchtlinge eine Einigung auf ein gemeinsames Wahlprogramm.

Update vom 6. Dezember 2016: Der CDU-Parteitag in Essen hat begonnen. Bei der Tagung will die Partie ihr Wahlprogramm beschließen, Kanzlerin Angela Merkel stellt sich zudem erneut zur Wahl als Vorstandsvorsitzende. Wir berichten im Live-Ticker vom CDU-Parteitag

„Ich glaube, jeder erkennt, dass in den allermeisten Fragen wir eine gemeinsame Positionierung haben und damit auch ein großes, breites Fundament auch in all den anderen Themenstellungen“, sagte Merkel am Montag bei einem Gang durch die CDU-Parteitagshalle in Essen auf die Frage, ob es eine Belastung sei, dass es noch keinen Schulterschluss mit der CSU in der Flüchtlingspolitik gebe.

„Insofern glaube ich, dass wir sehr gut in die Zukunft sehen können und davon ausgehen können, dass wir ein gemeinsames Wahlprogramm auch zustande bringen werden“, sagte Merkel. Die CSU fordert eine Obergrenze von 200.000 Flüchtlingen im Jahr, die CDU lehnt dies ab.

CDU und CSU wollen bei einem Treffen in München voraussichtlich Ende Januar das weitere Verfahren hin zu einem gemeinsamen Wahlprogramm klären. Wegen des Flüchtlingsstreits hat Merkel Seehofer nicht wie sonst üblich zum CDU-Parteitag nach Essen eingeladen. Die CDU-Vorsitzende war auch nicht beim CSU-Kongress Anfang November in München.

dpa

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