Historischer Termin

Trump besucht Klagemauer - Palästinenser in Jerusalem getötet

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Donald Trump bei seinem Besuch an der Klagemauer

Als erster amtierender US-Präsident hat Donald Trump am Montag die Klagemauer in Jerusalem besucht. In einem Vorort Jerusalems kam es währenddessen zu einer Messerattacke.

Jerusalem - Donald Trump hat als erster amtierender US-Präsident die für Juden heilige Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt besucht. Fernsehbilder zeigten Trump am Montag in Begleitung jüdischer Geistlicher. Er ging anschließend alleine an die Mauer und legte mit geschlossenen Augen eine Hand an sie. Trump trug eine Kippa, eine jüdische Kopfbedeckung. Er steckte auch einen Bittzettel in die Wand.

Donald Trump an der Klagemauer

Um diesen Besuch mit großer Symbolkraft hatte es einiges Hin und Her gegeben. Der Besuch wurde als privat deklariert, damit Israel ihn nicht als Zeichen für seinen Anspruch auf ganz Jerusalem als seine ewige, unteilbare Hauptstadt werten kann. Trump wurde bei seinem Besuch nicht von Politikern begleitet. Zuvor hatte sich der Präsident als Schlichter im Nahost-Konflikt angeboten.

Gerangel um Verortung der Klagemauer

Amerikanische Diplomaten hatten vor der Reise gesagt, die Klagemauer liege nicht in Israel, sondern im palästinensischen Westjordanland. Später distanzierte sich das Weiße Haus davon. Außenminister Rex Tillerson sagte auf dem Weg nach Israel, die Klagemauer sei Teil Israels.

Während des Besuchs Trumps in Jerusalems Altstadt ist am Montag ein Palästinenser bei einer Messer-Attacke in einem Vorort der Stadt getötet worden. Der Mann habe versucht, an einer Straßensperre in Abu Dis israelische Sicherheitskräfte mit einem Messer anzugreifen, teilte eine israelische Polizeisprecherin mit. Der Angreifer sei getötet worden. Die Polizei hatte ihre Präsenz in Jerusalem und im Umkreis massiv verstärkt. Es sind mehr als 10.000 Polizisten im Einsatz. Seit Beginn einer Welle der Gewalt im Oktober 2015 ist es in Israel und den Palästinensergebieten immer wieder zu palästinensischen Attacken gekommen.

dpa

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