Er war auch US-Botschafter in Deutschland

Trump ernennt ihn zum Geheimdienstdirektor

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Dan Coats im Trump Tower.

New York - Donald Trump hat die Geheimdienste seines Landes unlängst kritisiert, bald muss er mit ihnen zusammenarbeiten. Nun soll er sich auf einen Mann festgelegt haben.

Der designierte US-Präsident Donald Trump will den früheren US-Botschafter in Deutschland, Dan Coats, zum nationalen Geheimdienstdirektor machen. Das berichteten die „Washington Post“ und andere US-Medien am Donnerstag unter Berufung auf Trumps Umfeld. Coats würde auf James Clapper folgen und hätte die Aufgabe, die 16 Geheimdienste der USA zu koordinieren. Der Senat muss der Personalie zustimmen.

Coats war von 2001 bis 2005 amerikanischer Botschafter in Deutschland. 2011 warf er Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, sich mit der deutschen Enthaltung beim Militäreinsatz in Libyen isoliert zu haben.

Der 73-jährige Republikaner vertrat noch bis vor kurzem den Bundesstaat Indiana im Senat. Er gilt als moderater Konservativer. Dagegen hat Trump mit Mike Pompeo einen republikanischen Hardliner zum Chef der CIA gemacht.

Trump hatte die Arbeit kritisiert

Trump hatte die Arbeit der Geheimdienste in den vergangenen Tagen öffentlich kritisiert. So äußerte er Zweifel an ihrer Darstellung, dass die russische Regierung hinter den Hackerangriffen auf Computer der Demokraten steckt. Der künftige Präsident wollte sich am Freitag mit Vertretern der Dienste treffen, um sich über die Erkenntnisse unterrichten zu lassen.

Das Amt des Geheimdienstdirektors war 2005 nach Pannen im Vorfeld der Terroranschläge vom 11. September 2001 geschaffen worden. Eine Untersuchungskommission hatte insbesondere dem Auslandsgeheimdienst CIA mangelnde Zusammenarbeit mit der Bundespolizei FBI vorgeworfen.

Clapper hatte das Amt seit 2010 inne. Seine Zeit wurde maßgeblich auch von der gewaltigen Datenaffäre um den Geheimdienst NSA geprägt.

dpa

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