Retourkutsche für den US-Präsidenten

Mexiko übt skurrile Rache an Trump

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Dass Trump der neuen mexikanischen Klopapier-Marke mit seinem Namen den Daumen-hoch zeigt, ist eher unwahrscheinlich. 

Mit rassistischen Äußerungen über Einwanderer aus Mexiko machte Trump Wahlkampf. Doch nun kommt die Retourkutsche: Mexikaner können den US-Präsidenten bald wortwörtlich im Klo runterspülen.

Leon – Es war sein markantestes Wahlkampfversprechen: Donald Trump will an der Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen. Er hetzte gegen mexikanische Einwanderer, sagte, Mexiko schicke „Vergewaltiger und andere Kriminelle“ in die USA. Nun rächt sich das Land und zeigt wenig subtil, was es vom US-Präsidenten hält: Trump ist für den A***h.

Wie der amerikanische Nachrichtensender NBC berichtet, plant Antonio Battaglia, ein mexikanischer Anwalt, in diesem Jahr eine neue Toilettenpapier-Marke auf den Markt zu bringen. Ihr Name: Trump. 

„Sanftheit ohne Grenzen“

Eine Musterpackung zeigt, wie das Klopapier aussehen soll. Eine Papierrolle mit Gesicht, gelber Trump-Frisur und der Trumpschen Daumen-hoch-Geste preist die vier Rollen mit je 300 Blättern an. Die Bezeichnung „4 puros rollos“ kann sowohl „4 reine Rollen“ als auch „reiner Unsinn“ bedeuten. Die Slogans für das sogenannte „Hygienepapier“ für den Allerwertesten lauten: „Sanftheit ohne Grenzen“ und „Das ist die Mauer, für die wir, ja, bezahlen werden“. 

Mit dieser Art von Humor macht sich der Anwalt über Trump und seine Meinung zu Mexiko lustig und verdeutlicht, was er vom amerikanischen Regierungschef hält. Millionen Mexikaner können es ihm bald gleichtun und Trump wortwörtlich im Klo runterspülen.

Battaglia hat sich sein Klopapier bereits im Oktober 2015 markenrechtlich sichern lassen. Donald Trump vermarktet seinen Namen selbst extrem, laut dem Schweizer Nachrichtenportal Watson hat er ihn auch in Mexiko für viele Produkte und Einrichtungen schützen lassen – aber nicht für Klopapier. Diese Produktion übernimmt nun der Anwalt aus Leon. Fürs Erste sind zwei Lastwagenladungen voll mit den weichen Rollen geplant, danach je nach Nachfrage. 30 Prozent des Profits möchte Battaglia an Organisationen spenden, die Migranten unterstützen.

Trumps Hetze gegen illegale Einwanderer war vor allem im Wahlkampf Thema, doch auch seit Beginn seiner Amtszeit macht der Präsident jede Woche Schlagzeilen: Vergangene Woche verkündete er den Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen und nach dem Terroranschlag in London am Wochenende pocht Trump erneut auf einen Einreisestopp für Muslime

mm/tz

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