„Wir werden sehen müssen“

Trump stellt Unparteilichkeit von US-Sonderermittler in Frage

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Der Sonderermittler in der Russland-Affäre, Robert Mueller. 

US-Präsident Donald Trump hat die Unbefangenheit vom Sonderermittler in der Russland-Affäre, Robert Mueller, in Frage gestellt. Grund sei die enge Freundschaft zu dem ehemaligen FBI-Chef James Comey.

Washington - Mueller sei mit Ex-FBI-Chef James Comey "sehr, sehr gut befreundet", sagte Trump am Freitag in einem Interview des Senders Fox News. Trump hatte Comey Anfang Mai überraschend gefeuert und dies später selbst in Zusammenhang mit den Russland-Ermittlungen gebracht.

Mueller habe in seinem Team zudem einige Mitarbeiter, die "alle Unterstützer" der früheren Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton seien, sagte Trump weiter. US-Medienberichten zufolge hatten sich einige von Muellers Mitarbeitern in der Vergangenheit an Wahlkämpfen von Kandidaten der Demokratischen Partei beteiligt.

Trump: Mueller „sehr, sehr gut mit Comey befreundet, was sehr störend ist“

Auf die Frage, ob Mueller sich wegen Befangenheit aus den Ermittlungen zurückziehen sollte, sagte Trump: "Nun, er ist sehr, sehr gut mit Comey befreundet, was sehr störend ist." Er fügte hinzu: "Wir werden sehen müssen". Zugleich sagte Trump, Mueller sei ein "ehrenwerter Mann". Mueller war Comeys Vorgänger an der Spitze der Bundespolizei, die beiden arbeiteten über Jahre hinweg eng zusammen.

Der nach dem Rauswurf Comeys vom Justizministerium eingesetzte Sonderermittler geht der Frage nach, ob es im Präsidentschaftswahlkampf des vergangenen Jahres illegale Absprachen zwischen Trumps Team und Russland gegeben hat. US-Medien zufolge weitete Mueller die Ermittlungen mittlerweile auf den Verdacht aus, dass sich Trump persönlich der Justizbehinderung schuldig gemacht haben könnte.

AFP

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