Breitseite gegen Schwarzenegger

Trump wirft Gegnern „politische Hexenjagd“ vor

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Donald Trump lästert über seine Gegner.

New York - Donald Trump wird bald zum US-Präsidenten vereidigt. In einem Interview lästert er mal wieder über seine Gegner und auch den Schauspieler Arnold Schwarzenegger.

Der designierte US-Präsident Donald Trump hält die Diskussion um mutmaßlich russische Hackerangriffe während des Wahlkampfes für politisch motiviert. China habe vor relativ kurzer Zeit Daten von 20 Millionen Regierungsbeamten gehackt. „Wie kommt es, dass da niemand drüber redet? Das ist eine politische Hexenjagd“, sagte Trump am Freitag der „New York Times“. Er bezog sich dabei auf eine China zugeschriebene Hacker-Attacke auf die US-Bundespersonalbehörde OPM in den Jahren 2014 und 2015.

Die Äußerungen fielen wenige Stunden, bevor sich Trump von Vertretern der Geheimdienste über die Hackerangriffe unterrichten lassen wollte. Trump hatte die Darstellung der Dienste wiederholt angezweifelt, dass die russische Regierung hinter den Attacken auf Computer der Demokraten steckt. Nach dem er dort war, will Trump ein Sofortprogramm zur Abwehr von Cyberangriffen umsetzen. Dies solle in den ersten 90 Tagen seiner Amtszeit geschehen. 

Trump erklärte, die Demokraten führten die Debatte über die Angriffe, um von ihrer Niederlage abzulenken. „Sie wurden bei der Wahl klar besiegt. Ich habe mehr Bezirke gewonnen als Ronald Reagan“, sagte er. „Das ist ihnen sehr peinlich. Zu einem gewissen Grad ist es eine Hexenjagd. Sie fokussieren sich da drauf.“

Die Regierung des scheidenden Präsidenten Barack Obama beschuldigt Moskau, sich mit den Hackerattacken in die Präsidentschaftswahl eingemischt zu haben. Auch nach dem Treffen mit den Geheimdienstchefs vermied er es, Russland für Hacker-Attacken im Wahlkampf verantwortlich zu machen. Trump erklärte lediglich, dass Russland, China und andere Länder "unablässig" versuchten, in die Datensysteme von US-Regierungsstellen, Unternehmen und Organisationen wie etwa der Demokratischen Partei einzudringen. Es habe dabei aber "absolut keine Auswirkungen auf der Ergebnis der Wahl gegeben", erklärte Trump. Der republikanische Immobilienmilliardär tritt sein Amt am 20. Januar an. 

Breitseite gegen Schwarzenegger

Arnold Schwarzenegger und Donald Trump werden keine Freunde mehr.

Zuvor hatte Trump bereits über die Zuschauerzahlen seines Nachfolgers Arnold Schwarzenegger in der Casting-Show „Celebrity Apprentice“ gelästert. „Wow, die Quoten sind da und Arnold Schwarzenegger ist untergegangen (oder zerstört worden) im Vergleich zu der Quotenmaschine DJT“, schrieb der künftige US-Präsident am Freitag auf Twitter. Mit letzterem meinte er sich selbst: „DJT“ sind Trumps Initialen. Schwarzenegger hatte am Montag sein Debüt als Moderator der Show gefeiert. Die Premiere verfolgten 4,9 Millionen Zuschauer, wie das Branchenmagazin „Variety“ berichtete. Das waren demnach 43 Prozent weniger als bei der Auftaktsendung der Staffel 2015, die von Trump moderiert worden war. Das Magazin führte das auch auf die Konkurrenz durch andere Sender zurück. So startete ebenfalls am Montag eine neue Staffel von „The Bachelor“. Außerdem lief ein Football-Spiel.

Trump war elf Jahre lang Gastgeber der Show und hatte die Rolle im vergangenen Jahr abgegeben. Er gibt aber weiterhin seinen Namen dafür her. Das „Forbes“-Magazin schätzt, dass Trump für die Staffel eine Gage von insgesamt 7,4 Millionen Dollar (7,1 Mio Euro) erhalten wird. In der Vorgänger-Serie „The Apprentice“ ließ Trump Kandidaten um einen Ausbildungsplatz buhlen. Verlierern schleuderte er stets den Satz „You're fired!“ („Du bist gefeuert“) entgegen.

dpa/AFP

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