Geheimdienstausschuss

Trumps Russland-Affäre: Justizminister Sessions sagt am Dienstag aus

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Da wirken sie sehr vertraut: US-Präsident Donald Trump und sein Justizminister Jeff Sessions (r.).

Der frühere FBI-Chef Comey hat Trump mit seiner Aussage zu angeblichen Russland-Kontakten seines Wahlkampfteams schwer belastet. Am Dienstag will US-Justizminister Jeff Sessions aussagen.

US-Justizminister Jeff Sessions will sich am Dienstag im Geheimdienstausschuss des Senats zu der Affäre um angebliche Russland-Kontakte des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump äußern. Sessions gab seine Entscheidung am Samstag in einem Schreiben bekannt, in dem er auf die Anhörung von Ex-FBI-Chef James Comey Bezug nahm. Comey hatte Trump mit seiner Aussage am Donnerstag schwer belastet.

"Angesichts der Berichte über Comeys jüngste Aussage vor dem Geheimdienstausschuss des Senats ist es wichtig, dass ich die Gelegenheit habe, mich zu der Angelegenheit zu äußern", erklärte Sessions. Der Geheimdienstausschuss des Senats sei das "angemessenste Forum für solche Dinge, weil er eine Untersuchung führt und Zugang zu vertraulichen und wichtigen Informationen hat", fügte Sessions hinzu.

Der Justizminister sollte sich eigentlich am Dienstag im Haushaltsausschuss des Senats über das Budget seines Ressorts für das kommende Jahr äußern. Aber einige Ausschussmitglieder hätten öffentlich gesagt, dass sie ihn zu Russland befragen wollten, erklärte er nun. Daher habe er sich entschlossen, sich direkt vor dem Geheimdienstausschuss zu äußern.

Sessions, ein enger Vertrauter Trumps, hatte eingeräumt, im vergangenen Jahr zweimal den russischen Botschafter getroffen zu haben. Er erklärte sich in der Russland-Affäre daher selbst für befangen, das Justizministerium ernannte Mitte Mai den früheren FBI-Chef Robert Mueller zum Sonderermittler in dem Fall. Die US-Geheimdienste werfen Russland eine Einmischung in den Präsidentschaftswahlkampf zugunsten Trumps vor. Moskau dementiert dies entschieden.

Comey hatte Trump am Donnerstag vor dem AusschussLügen und Diffamierungen vorgeworfen. Unter Eid schilderte er detailreich, wie er sich vom Präsidenten wegen der Ermittlungen zu den Russland-Kontakten von Trump-Mitarbeitern unter Druck gesetzt fühlte. Trump, der Comey am 9. Mai entlassen hatte, wies die Anschuldigungen zurück und stellte Comey als Lügner dar. Er erklärte sich bereit, unter Eid auszusagen, um Comeys Aussagen zu widerlegen - und erklärte sogar, er fühle sich nach dessen Aussage „vollständig rehabilitiert“.

afp

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