Ausschreitungen im Vorjahr

Türkei verbietet Maikundgebung auf Taksim-Platz

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Auch nach dem Referendum versammelten sich Türken am Taksim-Platz. 

Istanbul - Der türkische Innenminister Süleyman Soylu hat Kundgebungen zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf dem zentralen Taksim-Platz in Istanbul verboten.

Das habe Soylu nach einem Treffen mit dem Chef der linken Gewerkschaft Disk, Kani Beko, erklärt, berichtete der Sender CNN Türk am Montag. Eine offizielle Erklärung des Gouverneurs werde noch erwartet.

Seit Jahren werden Kundgebungen zum 1. Mai auf dem Taksim-Platz untersagt. In der Regel werden seit den regierungskritischen Gezi-Protesten im Frühsommer 2013 auch oppositionelle Demonstrationen auf dem Platz nicht zugelassen.

Im vergangenen Jahr kam es zu Ausschreitungen, als regierungskritische Organisationen und Gewerkschaftler trotz Verbots versucht hatten, auf den Taksim-Platz vorzudringen.

Für Gewerkschaften hat der Taksim-Platz eine besondere Bedeutung. Am 1. Mai 1977 eröffneten dort Heckenschützen das Feuer auf eine Demonstration mit rund 500 000 Teilnehmern. Mindestens 34 Menschen starben. Bis heute ist unklar, wer die Täter waren.

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