Soll für IS gearbeitet haben

Tunesischer Terrorverdächtiger soll bald abgeschoben werden

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Bei dem Anschlag auf das Bardo-Museum in Tunesien sind im März 2015 mehr als 20 Touristen getötet worden. Foto: Str/Archiv

Berlin/Frankfurt (dpa) - Zwei Jahre nach dem Anschlag auf das Bardo-Museum in Tunesien mit mehr als 20 getöteten Touristen soll ein mutmaßlicher Beteiligter schon bald in das nordafrikanische Land abgeschoben werden.

Der 36-jährige Tunesier soll für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auch in Deutschland ein Attentat vorbereitet haben und sitzt deswegen seit Anfang Februar in Hessen in Untersuchungshaft. Vor der Abschiebung muss nun aber das Ermittlungsverfahren hierzulande eingestellt und der Haftbefehl aufgehoben werden. Dies werde geprüft, erläuterte Oberstaatsanwalt Alexander Badle am Montag.

Der Verdächtige schweigt zu den Vorwürfen. In dem Verfahren werden auch noch 15 andere Männer beschuldigt. Die Ermittlungen gingen daher weiter, sagte Badle.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte am Sonntag im "ARD-Bericht aus Berlin" gesagt, er rechne mit einer baldigen Abschiebung. Die nötigen Unterlagen der tunesischen Behörden seien am vergangenen Donnerstag eingetroffen.

Der Tunesier war 2003 mit einem Studentenvisum nach Deutschland gekommen. Durch seine spätere Heirat mit einer Deutschen erhielt er eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis. Da Tunesien trotz mehrfacher Aufforderung zunächst nicht die notwendigen Papiere geschickt hatte, war der Verdächtige im November 2016 aus der Auslieferungshaft entlassen und im Anschluss von der Polizei überwacht worden.

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