Wahlen in Großbritannien

Ukip-Chef tritt zurück: Wittert Farage seine Chance?

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Wittert Nigel Farage eine neue Chance?

Mit der Begründung, er wolle sein Leben zurück, trat Farage nach dem Referendum als Ukip-Chef zurück. Nun hat er seine Meinung anscheinend geändert. 

London - Der Chef der EU-feindlichen britischen Ukip-Partei, Paul Nuttall, ist nach dem desaströsen Ergebnis seiner Partei bei der Parlamentswahl zurückgetreten. Das teilte Nuttall bei einer Rede am Freitag mit. Ukip konnte keinen einzigen Wahlkreis gewinnen.

Der 40-jährige Nuttall war im Wahlkreis Boston und Skegness angetreten, wurde aber nur Dritter. Ukip konnte auch seinen einzigen früheren Sitz nicht wieder gewinnen. Der Ukip-Abgeordnete Douglas Carswell hatte im März sein Mandat aufgegeben. Die Partei verlor einen Großteil ihrer Wähler.

Ex-Ukip-Chef Nigel Farage kündigte unterdessen eine mögliche Rückkehr in die Politik an. Sollte eine neue Regierung versuchen, den Brexit zu verwässern, habe er keine andere Wahl, sagte Farage dem Nachrichtensender BBC News am Freitag.

Kehrt Farage in sein altes Amt als Ukip-Chef zurück?

Zusammen mit dem damaligen Ex-Londoner Bürgermeister und aktuellen Außenminister Boris Johnson, war Farage ein entscheidender Verfechter des Brexit. Um die Briten zum Austritt zu überreden, griff er dafür auch auf einige Schwindeleien zurück: Mit dem Slogan „350 Millionen für das Gesundheitssystem“ versuchte er die Bürger zu überzeugen. Seine Behauptung: Großbritannien überweise wöchentlich 350 Millionen Pfund (421 Millionen Euro) vom eigenen Haushalt an die EU. Diese Geld würde nach dem Austritt in das britische Gesundheitssystem fließen. Doch direkt nach dem Referendum, ruderte Farage zurück, gab seinen Fehler sogar offen zu.

Zudem kündigte er nach dem Referendum ganz plötzlich seinen Rücktritt als Ukip-Chef an. Farage Begründung: Er wolle sein Leben zurückhaben. Mit der Entscheidung der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union, habe er sein politisches Ziel erreicht. 

Nun überlegt Farage offensichtlich wieder in sein altes Amt zurückzukehren. Wie er das mit seinem Leben vereinbaren will, dazu äußerte sich Farage nicht.

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