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News-Ticker zum eskalierten Konflikt

Ukraine-Krieg: Evakuierungsaufruf versetzt Region in Panik - wohl zahlreiche Brände in Tschernobyl-Sperrgebiet

US-Präsident Biden warnt im Ukraine-Krieg vor dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen durch Russland. Die russischen Truppen melden einen weiteren Vormarsch. Der News-Ticker.

Update vom 22. März, 14.30 Uhr: Seit Beginn des Ukraine-Kriegs sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens 62 Gesundheitseinrichtungen angegriffen worden. Dabei seien 15 Menschen ums Leben gekommen und 37 verletzt worden, teilte eine Sprecherin am Dienstag in Genf mit. Die Berichte beziehen sich auf den Zeitraum 24. Februar bis 18. März. Nach Angaben der WHO wurden sie unabhängig geprüft.

Nähere Angaben zur Lage dieser Einrichtungen machte die Sprecherin nicht, „um weitere Schäden von den Überlebenden fernzuhalten“. Die WHO zählt dazu Angriffe auf Kliniken, Praxen, Transporte mit Medikamenten und Material, Lagerhäuser, Personal und Patienten. Die WHO verurteilt solche Angriffe, die durch das Völkerrecht verboten sind. Zugang zu ärztlicher Hilfe sei ein Menschenrecht.

Ukraine-Krieg: Ukraine klagt wieder russische Angriffe auf Zivilisten an

Update vom 22. März, 13.55 Uhr: Bei einem russischen Angriff in einer ostukrainischen Kleinstadt sind nach Angaben aus Kiew am Montagabend fünf Menschen getötet und 19 verletzt worden. „In der Region Donezk wurde Awdijiwka von Artillerie und Flugzeugen beschossen, die Stadt wurde dem Erdboden gleichgemacht“, erklärte die Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, Ljudmyla Denisowa, am Dienstag. In einem Eintrag bei Telegram beklagte sie zudem vier Tote Zivilisten in der Region Charkiw.

In der Region Charkiw habe ein russischer Panzer das Feuer auf ein Auto eröffnet, das als ziviles Fahrzeug gekennzeichnet gewesen sei, schrieb Denisowa auf Telegram. Demnach wurden drei Erwachsene und ein Kind getötet. Die Ukraine wirft den russischen Truppen vor, wahllos medizinische Einrichtungen, Wohngebiete und Luftschutzbunker zu beschießen. Russland bestreitet, gezielt Zivilisten anzugreifen, und wirft den ukrainischen Streitkräften stattdessen vor, Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu benutzen.

Trümmer bedecken eine beschädigte Küche in einem durch Beschuss getroffenen Wohnhaus.

Update vom 22. März, 13.15 Uhr: Mindestens fünf russische Top-Generäle sollen im Ukraine-Krieg bereits getötet worden sein. Ein solcher Verlust gilt als „sehr ungewöhnlich“. Medienberichten zufolge ist er zum einen auf eine fehlende Kommunikation, zum anderen auf mangelnde Disziplin der russischen Truppen zurückzuführen. Mehr über den Verlust der russischen Top-Generäle an der Front lesen Sie im kompletten Artikel.

Ukraine-Krieg: Selenskyj spricht von 117 getöteten Kindern - „Sie hören nicht auf“

Update vom 22. März, 12.40 Uhr: Im Ukraine-Krieg sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj* schon mindestens 117 Kinder getötet worden. Das sagte Selenskyj am Dienstag in einer Videoschalte vor dem italienischen Parlament. „Aber 117 wird nicht die letzte Zahl sein“, warnte er in der Übertragung vor den Abgeordneten der beiden Kammern in Rom, zu der er aus Kiew zugeschaltet war. Mit Blick auf die russischen Truppen fügte er hinzu: „Sie hören nicht auf zu töten.“

Selenskyj erinnerte an das Leid der Menschen in der Hafenstadt Mariupol am Schwarzen Meer, die von den Russen besonders heftig bombardiert wird. „Mariupol ist ähnlich groß wie Genua. Stellt euch vor, Genua wird komplett zerstört“, sagte der Präsident. „Die Ukraine ist das Tor für die russische Armee. Sie will nach Europa. Aber die Barbarei darf nicht durch!“

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, erhält im italienischen Parlament Beifall.

Ukraine-Krieg: Israel eröffnet Feldlazarett in der Ukraine

Update vom 22. März, 12.30 Uhr: Israel hat ein Feldkrankenhaus in Mostyska im Westen der von Russland angegriffenen Ukraine eröffnet. Auf einem Live-Video von der Zeremonie am Dienstag waren mehrere weiße langgestreckte Zelte zu sehen. Das 66-Betten-Lazarett soll von insgesamt 65 Ärzten und Pflegekräften aus ganz Israel betrieben werden. Es könne bis zu 150 Patienten gleichzeitig versorgen, teilte das verantwortliche Schiba-Krankenhaus aus der Nähe von Tel Aviv im Vorfeld mit. Für den Aufbau und den Betrieb des Lazaretts bis Mitte April seien umgerechnet knapp 5,9 Millionen Euro veranschlagt.

Das Lazarett mit dem Namen „Leuchtender Stern“ soll Flüchtlingen nahe der Grenze zu Polen helfen. Es besteht demnach unter anderem aus einer Notaufnahme sowie Abteilungen für Männer, Frauen und Kinder. Geburten sollen möglich sein, und es soll ein Angebot für Telemedizin geben sowie psychologische Betreuung, ein Labor und eine Apotheke. Ein großer Teil des medizinischen Personals hat nach Angaben des Leiters, Joel Har-Even, ukrainische Wurzeln.

Ukraine-Krieg: Bericht über nach Russland verschleppte Ukrainer

Update vom 22. März, 11.45 Uhr: Die ukrainische Hafenstadt Mariupol steht im Ukraine-Krieg unter russischem Dauerbeschuss, ein Großteil der Stadt liegt in Trümmern. Ukrainische Behörden werden den russischen Truppen außerdem vor, Bewohner der Stadt nach Russland zu verschleppen. Der britische Sender CNN zitiert aus einem Statement des Stadtrats von Mariupol, wonach tausende Einwohner Mariupols in den vergangenen Wochen nach Russland gebracht worden seien, darunter viele Frauen und Kinder. Diese seien unter anderem im Gebäude eines Sportvereins, in dem sie Schutz gesucht hätten, gefangen genommen worden.

Die Bewohner seien demnach zu Camps gebracht worden, wo zuerst ihre Dokumente und Handys gecheckt worden seien. Ein Teil der gefangen genommenen Ukrainer sei daraufhin „in abgelegene Städten in Russland“ gebracht worden, das Schicksal der anderen sei unbekannt. Der Bürgermeister von Mariupol, Vadym Boichenko, wird von CNN folgendermaßen zitiert: „Es ist schwer vorstellbar, dass im 21. Jahrhundert Menschen gegen ihren Willen in ein anderes Land gebracht werden.“ Die Angaben der ukrainischen Behörden sind nicht von unabhängiger Seite geprüft.

Ukraine-Krieg: Wohl zahlreiche Brände im Tschernobyl-Sperrgebiet

Update vom 22. März, 11.21 Uhr: In dem Sperrgebiet um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine sind nach Angaben des Parlaments mehrere Brände ausgebrochen. An sieben Stellen brenne es, teilte die Rada in der Nacht zum Dienstag in Kiew mit. Sie berief sich in der Mitteilung auf Satellitendaten der Europäischen Raumfahrtagentur Esa.

Insgesamt soll bereits eine Fläche von mehr als zwei Quadratkilometern in Flammen stehen. Russische Truppen haben das Gelände um das AKW vor rund einem Monat unter ihre Kontrolle gebracht. Dort kam es 1986 zum schwersten Atomunglück in der Geschichte der zivilen Nutzung der Kernkraft.

Die Feuer seien „wahrscheinlich durch die bewaffnete Aggression der Russischen Föderation verursacht worden - nämlich durch Beschuss oder Brandstiftung“, teilte die Rada mit. Das ließ sich nicht überprüfen. Allerdings kam es dort in der Vergangenheit immer wieder zu Wald- und Flächenbränden.

Update vom 22. März, 11.05 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium twitterte, im Ukraine-Konflikt Hyperschall-Raketen zu verwenden und ein ukrainisches Waffendepot zerstört zu haben. Experten bezweifeln jedoch, ob Russland tatsächlich Raketen des Typs „Kinschal“ verwendet hatte – und ob es sich beim zerstörten Gebäude tatsächlich um ein ukrainisches Waffendepot handelt. Mehr zur angeblichen Verwendung von Hyperschall-Raketen* lesen Sie im ganzen Artikel zum Thema.

Ukraine-Krieg: Neuer Evakuierungsversuch aus umkämpfter Stadt Mariupol

Update vom 22. März, 10.20 Uhr: In der belagerten und mittlerweile völlig zerstörten ukrainischen Stadt Mariupol sollen am Dienstag nach Regierungsangaben drei Fluchtkorridore geöffnet werden. Das teilte die Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk in einer auf Telegram veröffentlichten Videobotschaft mit. Die Menschen sollen demnach aus den umliegenden Orten Berdjansk, Jurjiwka und Nikolske in die Großstadt Saporischschja gebracht werden.

Es sei klar, dass es nicht genügend Plätze gebe, sage Wereschtschuk weiter. Deswegen bitte man die Bürgerinnen und Bürger, den Anweisungen der Behördenvertreter vor Ort zu folgen und organisiert zu den Bussen zu gehen. Wereschtschuk versprach, niemand werde zurückgelassen. Man führe weiter täglich Evakuierung durch, bis alle Menschen aus der Stadt gebracht worden seien.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums leben noch bis zu 130.000 Bewohner in der Stadt am Asowschen Meer - einst waren es rund 440.000. Russland und die Ukraine werfen einander immer wieder gegenseitig vor, die Flucht der Menschen über humanitäre Korridore zu behindern.

Update vom 22. März, 9.38 Uhr: Die russische Armee meldet nach eigenen Angaben im Ukraine-Krieg einen weiteren Vormarsch in der Ostukraine. Kämpfer der selbst ernannten Volksrepublik Donezk seien weitere vier Kilometer in ukrainisches Gebiet vorgerückt, teilte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Dienstag in Moskau mit. Es werde um die Eroberung dreier Dörfer in der Nähe der Stadt Donezk gekämpft. Südwestlich davon sei das Dorf Uroschajne eingenommen worden. Das lässt sich nicht unabhängig überprüfen.

Nach Angaben aus Moskau haben die Kämpfer im Gebiet Luhansk die Kontrolle über mindestens drei weitere Siedlungen erlangt. Bei den Kämpfen seien mehr als 40 Soldaten der Ukraine und Militärfahrzeuge „zerstört“ worden, sagte Konaschenkow.

News im Ukraine-Krieg: Panik nach Evakuierungsaufruf in der Stadt Boryspil

Update vom 22. März, 8.55 Uhr: Es herrscht Angst in der ukrainischen Stadt Boryspil angesichts des andauernden Ukraine-Kriegs. Nachdem der Bürgermeister die Bürger aufgerufen hatte, die Stadt südöstlich von Kiew wegen eines möglichen russischen Angriffs zu verlassen, sei Panik ausgebrochen. Offizielle versuchen nun, die Bevölkerung wieder zu beruhigen. „In sozialen Medien ist Panik ausgebrochen, dass morgen ein Angriff beginnt und morgen Boryspil vernichtet wird“, zitierte die ukrainische Agentur Unian den Berater des Innenministers, Wadym Denisenko, der am Dienstagmorgen im ukrainischen Fernsehen auftrat.

Bürgermeister Wolodymyr Borissenko, der in der Nacht zum Dienstag zum Verlassen der Stadt aufgerufen hatte, habe gesagt, wenn Frauen und Kinder die Stadt verließen, sei es einfacher für die Männer, die Stadt vor theoretisch möglichen Angriffen zu schützen. Darauf sollten sich die Menschen konzentrieren, so Denisenko.

Denisenko zufolge herrscht nun nicht nur in Boryspil Panik, sondern auch in den umliegenden Dörfern und der ganzen Region um Kiew. Boryspil mit seinen etwa 60.000 Einwohnern liegt rund 30 Kilometer südöstlich von Kiew. Bürgermeister Borissenko hatte in seinem Aufruf an die Zivilbevölkerung gesagt, es gebe keinen Grund, in der Stadt zu bleiben, in der Umgebung werde bereits gekämpft.

Ukraine-Krieg: Russlands Truppen haben offenbar Versorgungsprobleme - Vorräte für drei Tage?

Update vom 22. März, 8.14 Uhr: Russische Einheiten haben nach Angaben des ukrainischen Generalstabes weiter Probleme mit der Sicherung ihres Nachschubs für den Krieg in der Ukraine. Vorliegenden Informationen zufolge hätten die in der Ukraine operierenden Einheiten Munitions- und Lebensmittelvorräte für höchstens drei Tage. Ähnlich sei die Lage bei der Versorgung mit Kraftstoff, teilte der ukrainische Generalstab in seinem am Dienstag auf Facebook veröffentlichten Morgenbericht mit. Diese Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

In den Regionen Donezk und Luhansk in der Ostukraine versuchten russische Einheiten weiter, mehr Gebiete einzunehmen und sich in bisher erreichten Stellungen festzusetzen. Die ukrainischen Verteidigerinnen und Verteidiger hätten 13 Angriffe abgewehrt und dabei militärische Technik, darunter 14 Panzer, zerstört. Russland setzt ukrainischen Angaben zufolge seine Attackierung des Landes weiter und ununterbrochen fort.

Update vom 22. März, 6.35 Uhr: Die Angriffe der russischen Armee auf die Ukraine gehen weiter. Der Bürgermeister von Boryspil hat die Zivilbevölkerung zum Verlassen der Stadt aufgerufen. Sein Aufruf gelte auch für alle, die bereits aus anderen Teilen der Ukraine in die Stadt geflüchtet seien, sagte Wolodymyr Borissenko in der Nacht zum Dienstag.

Der Appell zur Evakuierung erfolge aus rein militärtaktischen Gründen. „Die Erfahrung aus anderen Orten, um die gekämpft wird, hat gezeigt, dass die Arbeit der Streitkräfte einfacher ist, wenn weniger Zivilbevölkerung in der Stadt ist“, sagte Borissenko. „Es gibt keinen Grund, in der Stadt zu bleiben, in der Umgebung wird bereits gekämpft. “Boryspil mit knapp 60 000 Einwohnern liegt knapp 30 Kilometer südöstlich von Kiew

US-Präsident Joe Biden hat mit Blick auf den Ukraine-Krieg Befürchtungen über russische Cyberangriffe in den USA und dem Einsatz von Chemie- und Biowaffen in der Ukraine geäußert.

Ukraine-Krieg: Biden warnt vor Einsatz Russlands von Massenvernichtungswaffen

US-Präsident Joe Biden warnte derweil eindringlich vor einem möglichen russischen Angriff mit chemischen oder biologischen Waffen in der Ukraine. Die Russen würden „behaupten, dass die Ukraine biologische und chemische Waffen“ hat, sagte Biden am Montag in Washington. Das sei „ein klares Zeichen“ dafür, dass der russische Präsident Wladimir Putin „den Einsatz beider Waffen in Erwägung zieht“. Biden warnte Putin vor einer „starken“ Reaktion der Nato.

Die USA, die Ukraine und Russland werfen sich seit Wochen gegenseitig vor, Massenvernichtungswaffen in dem Krieg in der Ukraine einsetzen zu wollen. Der Verdacht des Westens ist, dass Russland durch die ständige Wiederholung des Vorwurfs einen weiteren Vorwand für den Krieg schaffen will. Beide Seiten weisen die Anschuldigen des jeweils anderen zurück.

Update vom 21. März, 22.45 Uhr: Die US-Regierung geht aktuell davon aus, dass die russischen Streitkräfte im Ukraine-Krieg gezielt und vorsätzlich zivile Ziele ins Visier nehmen. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, John Kirby, sprach am Montagabend von einer wachsenden Zahl ziviler Opfer, für die es „keine Rechtfertigung“ gebe. „Wir sehen weiterhin wahllose Angriffe auf Zivilisten, von denen wir glauben, dass sie in vielen Fällen vorsätzlich sind“, so Kirby.

Ukraine-Krieg: Fluchtkorridore - Russland wirft Ukraine mangelnde Mitwirkung vor

Update vom 21. März, 20.50 Uhr: Russland hat der Ukraine mangelnde Mitwirkung bei der Evakuierung von Zivilisten durch so genannte Fluchtkorridore vorgeworfen. Die ukrainische Seite habe am Montag keinem einzigen Korridor zugestimmt, um Menschen nach Russland zu bringen, sagte Generalmajor Michail Misinzew am Abend. Millionen Zivilisten würden von der ukrainischen Armee als „menschliche Schutzschilder“ festgehalten. Kiew hingegen wirft Moskau immer wieder vor, Ukrainer gegen ihren Willen nach Russland zu bringen. Neues zum Stand der Verhandlungen lesen Sie in unserem Diplomatie-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Ukraine-Krieg: Russland berichtet von mehr als 500 ukrainischen Gefangenen

Update vom 21. März, 20.02 Uhr: Russland hat eigenen Angaben zufolge mehr als 500 ukrainische Soldaten gefangengenommen. Dem Internationalen Roten Kreuz seien Dokumente zum Austausch gegen russische Soldaten übermittelt worden, sagte die Menschenrechtsbeauftragte der Regierung, Tatjana Moskalkowa, am Montag dem Staatssender RT. „Das sind ukrainische Gefangene, die wir auszutauschen bereit sind.“ Die Ukraine sprach zuletzt von mehr als 560 russischen Kriegsgefangenen.

Eine Person geht am 21. März an einem Wohnhaus vorbei, das durch Beschuss in der Stadt Wolnowacha zerstört wurde.

Ukraine-Krieg: Russland verstärkt angeblich Militäreinsätze aus der Luft und zu Wasser

Update vom 21. März, 19.50 Uhr: Russland verstärkt nach Angaben des Pentagon derzeit seine Militäroffensive aus der Luft und zu Wasser, da der Vormarsch der eigenen Truppen durch die „Geschicklichkeit“ der ukrainischen Armee aufgehalten werde. Der Kreml versuche „verzweifelt“, seine Kampfdynamik zu erhöhen, sagte ein hochrangiger US-Verteidigungsbeamter laut AFP am Montag. Die russischen Truppen stünden „frustriert und verwirrt“ vor einem ukrainischen Widerstand, der trotz der Unterzahl an Soldaten und der geringeren Bewaffnung den Angriffen standhalte.

Die Streitkräfte unter Befehl von Russlands Präsident Wladimir Putin haben ihre Einsätze laut Angaben des US-Beamten zuletzt verstärkt - allein in den vergangenen 24 Stunden flogen sie demnach mehr als 300 Luftangriffe. Kiew habe ebenfalls mit verstärkten Lufteinsätzen reagiert. Nur wenige Einsätze seien Nahkämpfe, Moskau feuere vor allem Luft-Boden-Raketen aus dem russischen oder belarussischen Luftraum auf ukrainische Ziele ab, sagte der US-Beamte. „Sie wagen sich nicht sehr weit oder lange in den ukrainischen Luftraum vor, weil die Ukrainer ihren Luftraum mit großer Geschicklichkeit verteidigen.“

Ukraine-Krieg: Russland behauptet, Ukraine nutzte bombardiertes Einkaufszentrum als Waffendepot

Update vom 21. März, 18.20 Uhr: Nach der Bombardierung eines Einkaufzentrum in Kiew durch russischen Truppen in der Nacht zum Montag, bei der mehrere Menschen ums Leben gekommen sind, rechtfertigt die russische Führung ihr Vorgehen. Moskau wirft den ukrainischen Streitkräften vor, das Einkaufszentrum als Waffendepot genutzt zu haben. Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, sagte am Montag vor Journalisten, dass sich in dem leerstehenden Gebäude Mehrfachraketenwerfersysteme  und Munition befunden hätten. Die russische Armee habe „präzisionsgelenkte Waffen“ eingesetzt, um das Gebäude zu zerstören.

Die russischen Angaben lassen sich aufgrund der aktuellen Situation in Kiew nicht unabhängig prüfen. Nach Angaben der ukrainischen Regierung kamen bei dem Bombardement mindestens acht Menschen ums Leben.

Ukraine-Krieg: Kampf um Kiew tobt weiter - russische Truppen stoßen auf harten Widerstand

Erstmeldung vom 21. März: Kiew - Knapp dreieinhalb Wochen nach dem Überfall russischer Truppe auf die Ukraine halten die zum Teil schweren Gefechten in vielen Teilen des Landes weiterhin an. Nach wie vor zählt die Einnahme der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu den obersten Zielen der russischen Streitkräfte. Ein Vorhaben, das bisher jedoch nicht erreicht wurde. Zwar versuchen die russischen Truppen weiterhin die Metropole einzukreisen, scheitern dabei jedoch nicht zuletzt an der erbitterten Gegenwehr der ukrainischen Einheiten.

Ukraine-Krieg: Lage in Mariupol spitzt sich weiter zu - Ende nicht in Sicht

Auch an der Schwarzmeer-Küste kommt es weiterhin zu militärischen Kampfhandlungen. Im Fokus steht dabei vor allem weiterhin die Stadt Mariupol, in der sich die Lage weiter zuspitzt. Ein Ende der Gefechte sei aktuell nicht in Sicht. Das bestätigte auch der Chef der sogenannten Volksrepublik Donezk Denis Puschilin am Montag (21. März) gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Interfax. „Ich bin nicht so optimistisch, dass zwei oder drei Tag oder auch eine Woche ausreichen werden, um den Fall zu schließen“, so Puschilin mit Blick auf die Kampfhandlungen in Mariupol.

Die russischen Streitkräfte, die nach eigenen Angaben große Teile der Küste am Asowschen Meer kontrollieren, scheinen ihre militärischen Bestrebungen zu Beginn der Woche nach Westen erweitern zu wollen. So sollen am Montag mehrere Wohnhäuser in der Millionenstadt Odessa durch russische Militärschiff beschossen worden sein. Das berichtet Kyiv Independent.

Ukraine-Krieg: Odessa als nächstes Ziel? Russische Marine greift offenbar Wohnhäuser an

Da die russischen Streitkräfte bisher auf dem Landweg keine Möglichkeit gefunden haben, Odessa zu erreichen, rechnen Experten nun mit einem Angriff vom Seeweg aus. Wie bild.de berichtet, kreuzen seit mehreren Tagen mindestens 14 Schiffe der russischen Marine vor der Küste. Odessa gilt als strategisch extrem bedeutsames Ziel. Die drittgrößte Stadt des Landes beinhaltet den größten Hafen der Ukraine und gilt als wirtschaftlicher Knotenpunkt.

Trümmer und zerstörte Autos liegen am 21. März vor einem ausgebrannten Gebäude nach dem Beschuss eines Einkaufszentrums in Kiew.

Die Verhandlungen über eine baldige Lösung des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland kommen derweil weiterhin nur schleppend voran. Wie der Kreml am Montag bekannt gab, sehe man aktuell weiterhin keine Grundlage für Verhandlungen zwischen den beiden Staatschefs Wladimir Putin* und Wolodymyr Selenskyj*. Mehr zu den Reaktionen aus Deutschland auf den Ukraine-Krieg lesen Sie in unserem News-Ticker.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Bryan Smith

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